Hochwasserschutz für Menschen, Infrastruktur und Kulturgüter an der Weißen Elster

Hochwasserschutzkonzept greiz
Kulturstaatssekretärin Dr. Babette Winter und Umweltstaatssekretär Olaf Möller stellten das Hochwasserschutzkonzept für die Greizer Altstadt und den Fürstlich Greizer Park mit Sommerpalais vor.
Beim Hochwasser im Jahr 2013 versanken die Greizer Altstadt sowie wichtige Kulturgüter wie das Reußische Sommerpalais und der Fürstlich Greizer Park in den Fluten der weit über die Ufer getretenen Weißen Elster. Diese Katastrophe soll sich nicht wiederholen.

 

Hochwasserschutzkonzept für die Greizer Altstadt und den Fürstlich Greizer Park mit Sommerpalais vorgestellt

 

Die Stadt Greiz soll einen deutlich besseren Hochwasserschutz erhalten. Das erklärten heute im Greizer Sommerpalais Kulturstaatssekretärin Dr. Babette Winter und Umweltstaatssekretär Olaf Möller. Beim Hochwasser im Jahr 2013 versanken die Greizer Altstadt sowie wichtige Kulturgüter wie das Reußische Sommerpalais und der Fürstlich Greizer Park in den Fluten der weit über die Ufer getretenen Weißen Elster.

Geplant ist ein Umflutkanal, der einen Teil des Wassers der Weißen Elster um die Altstadt herumführt. Nicht nur der Bau als solcher ist eine Herausforderung, auch die Klärung der Grundstücksfragen im dicht bebauten Tal der Weißen Elster. „Leider fehlen Überflutungsflächen. Das Tal ist eng, die begrenzenden Hänge steil. Altstadt und Sommerpalais liegen im am stärksten gefährdeten Gebiet“, so Staatssekretär Möller. Daher sei unbedingt notwendig, den Fluss nicht nur baulich zu bändigen, sondern ihm auch Raum zu geben.

„Leider ist das nur möglich, indem der nördliche, weiter vom Sommerpalais entfernte Teil des Fürstlich Greizer Parks Abflussfläche bei Hochwasser bleibt“, erklärt Kulturstaatssekretärin Dr. Winter. Der Umflutkanal müsse zwar auf Höhe des Sommerpalais wieder in die Weiße Elster einmünden. Dennoch gelinge es mit einem Schutzbau am Sommerpalais, den Hochwasserschutz der historischen Bauten im Park ebenfalls zu verbessern. „Zum Schutz des Sommerpalais  stehen Mittel zur Verfügung, die das Hochwasserschutzprojekt entlang der Weißen Elster ergänzen“, so Dr. Winter weiter.

Für den Umflutkanal um die Altstadt plant das Umweltministerium Europäische Strukturfördermittel in zweistelliger Millionenhöhe einzusetzen.  „Wir stehen am Beginn eines historischen Projekts. Es wird eine Herkulesaufgabe“, so Umweltstaatssekretär Möller. Es ist nicht zuletzt im Interesse des Wohn- und Wirtschaftsstandortes Greiz, die Hochwassergefahren deutlich zu reduzieren. „Vorrang hat immer der Schutz von Leib und Leben, also der Wohnhäuser“.

Prof. Dr. Helmut-Eberhard Paulus fügt im Namen der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten hinzu: „Der Schutz der Menschen hat Vorrang. Aber die Sicherung des Wirtschaftsstandortes muss und wird die Sicherung des Kulturstandortes Greiz einschließen.“

Die Verbesserung des Hochwasserschutzes der Stadt Greiz durch den Bau eines Kanals ist Bestandteil des Thüringer Landesprogramms Hochwasserschutz. Weitere Bausteine zur Verringerung des Hochwasserrisikos sind die Freihaltung der wenigen noch vorhandenen Überflutungsflächen und die reibungslose Organisation der Hochwasserabwehr im Notfall. Die Überflutungsflächen sorgen für eine deutliche Verminderung möglicher Hochwasserschäden.

Hintergrund

Das Landesprogramm Hochwasserschutz des Thüringer Umwelt-ministeriums umfasst rund 3.200 Einzelprojekte. Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von ca. 280 Millionen Euro werden bauliche Maßnahmen, Hochwasserschutzkonzepte und der Aufbau einer kommunalen Gefahrenabwehr realisiert.

Unter anderem werden in ganz Thüringen an 800 Kilometern Gewässer neue Überschwemmungsgebiete ausgewiesen. 107 Kilometer Deiche werden zur Verbesserung des Hochwasserschutzes baulich verändert. 1.500 Hektar Fläche zwischen rückgebauten und neuen Deichen sollen bis 2021 wieder als natürlicher Retentionsraum gewonnen werden.

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