19.09.2017
Thüringer Ministerium für Inneres und Kommunales

Medieninformation 127/2017

Bodycams verbessern die Eigensicherung von Polizeibeamten

Thüringer Polizei zieht positives Zwischenfazit zum Einsatz von Bodycams

Innenminister Georg Maier stellte heute (19.09.2017) in der Sitzung des Kabinetts den Zwischenbericht zum Einsatz von Bodycams bei der Thüringer Polizei vor. Die Körperkameras sollen helfen, jegliche Art von Konflikten zu vermeiden bzw. zu minimieren, deren Eskalation hin zu strafrechtlich bedeutsamen Verhalten zu verhindern und so die Beamtinnen und Beamten der Polizei vor Übergriffen zu schützen. „Unsere Polizeibeamtinnen und –beamten sind Tag für Tag im Einsatz für die Sicherheit im Freistaat. Sie schützen das, was uns allen wichtig ist. Umgekehrt sind wir natürlich für ihre Sicherheit verantwortlich. Diese Aufgabe nehme ich sehr ernst“, betonte der Minister. „Bodycams sind ein wichtiger Beitrag zum Schutz der Einsatzkräfte und ein wichtiges Signal gegen die zunehmende Gewalt gegen unsere Polizei“, erklärte Maier.

Die Signale aus der Thüringer Polizei zur Thematik sind durchweg positiv. Im Besonderen äußerten sich Beamte der Polizeiinspektion Sonneberg sehr angetan über die bisher gemachten Erfahrungen. Einiges deute auf die deeskalierende Wirkung von Bodycams innerhalb der Interaktion zwischen Bürgern und Polizeibeamten hin. Die Bevölkerung reagiere bislang überwiegend zustimmend und aufgeschlossen gegenüber der polizeilichen Verwendung der Technik.

Erkenntnisse aus der täglichen Praxis werden noch innerhalb des Pilotprojektes angepasst. So wurde eines der Kameramodelle aufgrund mangelhafter Trageeigenschaften bereits durch ein Nachfolgemodell ausgetauscht.

Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt durch die Fachhochschule für öffentliche Verwaltung - Fachbereich Polizei - um neutral bewertete Ergebnisse zur Akzeptanz innerhalb der Thüringer Polizei zu erhalten. Die Universität Koblenz-Landau führt zudem eine Untersuchung aus der Sicht der Bevölkerung durch.

Im Januar 2017 wurde die Landespolizeidirektion durch das Thüringer Ministerium für Inneres und Kommunales beauftragt, ein Pilotprojekt für das Tragen von Bodycams im Einsatz- und Streifendienst vorzubereiten und durchzuführen. Insgesamt 37 Mitarbeiter aus dem lnspektionsdienst Nord der Landespolizeiinspektion Erfurt, dem Inspektionsdienst der Landespolizeiinspektion Gotha und der Polizeiinspektion Sonneberg erhielten eine ausführliche Fortbildung hinsichtlich rechtlicher und taktischer Belange sowie zur Bedienung des neuen Einsatzmittels. Die Testphase begann am 3. April 2017 und ist für den Zeitraum bis Ende September dieses Jahres vorgesehen.

Ende dieses Jahres werden die Abschlussberichte erwartet. Die Gesamtheit der Daten aus Thüringen und den anderen Bundesländern wird Aufschluss zur Zweckmäßigkeit des Einsatzes von Bodycams geben und eine vertrauenswürdige Grundlage zur Entscheidung über eine mögliche flächendeckende Einführung solcher bei der Thüringer Polizei schaffen.


Tanja Neubauer
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