20.09.2017
Thüringer Finanzministerium

Medieninformation

Thüringen, Sachsen, Bund und die Wismut GmbH unterzeichnen Absichtserklärung zum künftigen Umgang mit dem „Wismut-Erbe“

Gemeinsame Medieninformation
Thüringer Finanzministerium
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Sächsisches Staatsministerium der Finanzen

Die Thüringer Finanzministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin Heike Taubert, die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Iris Gleicke, der sächsische Staatsminister der Finanzen Prof. Dr. Georg Unland sowie die Geschäftsführer der Wismut GmbH, Dr.-Ing. Stefan Mann und Rainer M. Türmer unterzeichneten am Nachmittag auf der Festung Königstein nahe Dresden eine Absichtserklärung zum zukünftigen Umgang mit dem sogenannten „Wismut-Erbe“.

Nach dem gemeinsamen Verständnis aller Beteiligten soll das umfangreiche und vielfältige Erbe der Wismut bewahrt und zugänglich gemacht werden. So sollen die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, das Wismut-Erbe einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln und erforschen zu können. Hierzu wurde im letzten Jahr zwischen dem Bund, den beiden Freistaaten und der Wismut GmbH die Errichtung einer gemeinsamen Projektgruppe verabredet. Erste Arbeiten wurden durchgeführt. So wurde das materielle Erbe erfasst, der Zustand und die Verfügbarkeit der verschiedenen Teile überprüft und erste Überlegungen zur Präsentation unter Berücksichtigung der Interessen der beteiligten Freistaaten und des Bundes entwickelt.

Ein fundiertes und nachhaltiges Umsetzungskonzept kann jedoch nur mit Unterstützung interessierter und fachkundiger Partner erstellt werden. Deshalb fand Anfang September 2017 in Bad Schlema ein Workshop statt. Teilnehmer waren der Bund, die Wismut GmbH, die beiden Länder sowie hochrangige Vertreter aus Wissenschaftseinrichtungen und Museen, wie dem Deutschen Bergbau-Museum Bochum, dem Haus der Geschichte, dem Institut für Zeitgeschichte München, der Leibniz-Gemeinschaft, der Technischen Universität Bergakademie Freiberg, der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe Hannover, der Bauhaus Universität Weimar und dem Bundesarchiv. Alle teilnehmenden Einrichtungen haben ihre Bereitschaft erklärt, an der Erarbeitung des Umsetzungskonzepts mitzuarbeiten.

Die Thüringer Finanzministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin, Heike Taubert: „Es ist für die Menschen meiner Heimatstadt Ronneburg und der gesamten Region wichtig, dass mit dem Erbe der Wismut angemessen umgegangen wird. Schließlich hat der Uranerzbergbau die Menschen und die Landschaft lange geprägt. Wenn wir das Wismut-Erbe sichern und bewahren, würdigen wir damit auch die Lebensleistung der vielen Beschäftigten in Vergangenheit und Gegenwart. Mit der Absichtserklärung kommen wir dabei ein gutes Stück voran.“

Staatssekretärin Iris Gleicke: „Mit der Unterzeichnung der Absichtserklärung haben wir gemeinsam mit den beiden Freistaaten einen wichtigen Meilenstein zum künftigen Umgang mit dem Wismut-Erbe erreicht. Die sich abzeichnende Unterstützung durch namhafte starke Partner wäre ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg, die Geschichte der Wismut vom uranbergbautreibenden Unternehmen in der DDR zu einem Sanierungsunternehmen des Bundes angemessen präsentieren zu können.“

Der sächsische Staatsminister der Finanzen Prof. Dr. Georg Unland hierzu: "Das Erbe der Wismut besteht nicht nur in einer großen Sanierungsaufgabe, die inzwischen 6 Mrd. EUR an Steuermitteln gekostet hat. Es bietet daneben auch ein Potential für die Zukunft: mit dem geologischen Archiv als einem wichtigen Ausgangspunkt für die Erkundung der heimischen Bodenschätze, mit einer einzigartigen, noch lange nicht umfassend aufgearbeiteten Unternehmensgeschichte und mit verschiedenen Sammlungen. Ich freue mich deswegen, dass der Bund hier auf die Länder Sachsen und Thüringen zugegangen ist."

Nähere Informationen zum „Wismut-Erbe“
Zum „Wismut-Erbe“ gehört vor allem die Aufarbeitung der politischen und kulturellen Geschichte der SAG und SDAG Wismut, ihre welthistorische Bedeutung und geopolitische Verwicklung. Materielle Archivgüter sind u. a. das geologische Archiv mit seiner Lagerstättensammlung (ca. 7.500 Stücke), rund 10.000 Meter Archivgut mit wichtigen Dokumenten und Alltagszeugnissen sowie die einzigartige Kunstsammlung mit ca. 4.200 Werken und ein umfangreicher Foto- und Filmbestand. Auch die durch den über 40-jährigen Uranerzbergbau und die nachfolgende Sanierung geprägten Landschaften wie zum Beispiel das Gessental und die „Neue Landschaft Ronneburg“ mit der Schmirchauer Höhe in Ostthüringen, der Schacht 371 in Hartenstein/Sachsen und die Unternehmenszentrale der Wismut in Chemnitz zählen zum Erbe der Wismut. 

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