29.12.2016
Thüringer Finanzministerium

Medieninformation

Thüringer Finanzministerin Heike Taubert weist auf wesentliche steuerliche Neuregelungen für 2017 hin

Im kommenden Jahr werden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aber auch Familien steuerlich entlastet, etwa bei der Lohn- und Einkommensteuer. Zudem steigen Leistungen für Kinder.

Ausgewählte steuerliche Änderungen für 2017:

Grundfreibetrag
Der Grundfreibetrag soll das Existenzminimum sichern, er steigt auf 8.820 Euro. Damit werden bei einem Ledigen erst ab einem zu versteuernden Einkommen von mehr als 8.820 Euro im Jahr Steuern fällig, bei Ehepaaren oder eingetragenen Lebenspartnern entsprechend bei mehr als 17.640 Euro.

Anhebung der Eckwerte des Einkommensteuertarifs
Als Ausgleich für die so genannte kalte Progression und die geschätzte Inflationsrate des Jahres 2016 werden die übrigen Eckwerte des Einkommensteuertarifs um 0,73 Prozent angehoben. Dadurch wird für den Steuerpflichtigen bei einer Einkommenserhöhung um die Inflationsrate eine Erhöhung des durchschnittlichen Steuersatzes vermieden.

Kinderfreibetrag
Der Kinderfreibetrag für das sächliche Existenzminimum eines Kindes steigt um 108 Euro auf 4.716 Euro (2.358 Euro je Elternteil).

Kinderzuschlag
Der Kinderzuschlag steigt auf maximal 170 Euro je Kind. Dieser kommt Eltern zugute, die zwar ihren eigenen Bedarf durch ihr Einkommen bestreiten können, aber nicht über ausreichend finanzielle Mittel verfügen, um den Bedarf ihrer Kinder zu decken. 

Kindergeld
Das Kindergeld wird um je zwei Euro auf 192 Euro für das erste und zweite Kind, 198 Euro für das dritte Kind und 223 Euro für das vierte und jedes weitere Kind angehoben.

Pauschale Besteuerung von kurzfristig Beschäftigten
Der Arbeitgeber kann den Lohn von kurzfristig Beschäftigten (maximal 18 zusammenhängende Arbeitstage) pauschal mit 25 % versteuern, wenn dieser durchschnittlich nicht mehr als 72 Euro pro Arbeitstag beträgt. Damit wird die durchschnittliche Tageslohngrenze an den erhöhten Mindestlohn angepasst.

Freibetrag für Unterhaltszahlungen
Unterhaltspflichtige können bis zu 8.820 Euro und wie bisher auch die Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge für den Unterstützten als außergewöhnliche Belastung absetzen.

Behindertenpauschbetrag
Ein Nachweis der Voraussetzungen des Behindertenpauschbetrages ist nur noch bei erstmaliger Beantragung, Änderung der Verhältnisse oder nach Aufforderung des Finanzamtes vorzulegen. Diese Änderung gilt bereits bei Einreichung der Einkommensteuererklärung für das Jahr 2016.

Spendenbescheinigungen
Die Nachweise für Zuwendungen zur Förderung steuerbegünstigter Zwecke (z.B. Spenden an gemeinnützige Organisationen) müssen nicht mehr mit der entsprechenden Steuererklärung abgegeben, sondern erst nach Aufforderung durch die Finanzverwaltung eingereicht werden. Die bisherige Belegvorlagepflicht wandelt sich in eine Belegvorhaltepflicht.

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