24.03.2017
Thüringer Finanzministerium

Medieninformation

Finanzstaatsekretär Dr. Hartmut Schubert zieht positive Bilanz der CeBIT 2017 in Hannover

Thüringen weiß zu überzeugen

Der Thüringer Finanzstaatssekretär und Beauftragte für E-Government und IT (CIO), Dr. Hartmut Schubert, zieht eine positive Bilanz der gestern beendeten CeBIT in Hannover: „Die CeBIT hat gezeigt, dass E-Government in der Bundesrepublik mittlerweile einen hohen Stellenwert einnimmt. Das war vor Jahren noch anders. E-Government wird inzwischen als entscheidender Grundpfeiler für die Zukunftsfähigkeit der Verwaltung, gerade im ländlichen Raum, gesehen.“

 

Die Thüringer Landesverwaltung hatte auf der CeBIT in den vergangenen Tagen fünf ausgewählte Projekte aus dem Freistaat dem Fachpublikum vorgestellt. Am Gemeinschaftsstand des IT-Planungsrates gab es großes Interesse für die vorgestellten Anwendungen des Freistaats:

  • Das Landesverwaltungsamt war mit einer Fachanwendung für die verwaltungsintern komplexe Wohnungsbauförderung vertreten. IT-Experten der Verwaltung haben hierfür zeit- und kostensparend eine sehr passgenaue Lösung selbst entwickelt.
     
  • Das Landesamt für Vermessung und Geoinformation präsentierte die Anwendung des Thüringer Geodatenportals. Unter den Stichworten „Transparenz und Teilhabe“ wird im Zuge der steigenden Nachfrage nach digitalen Daten mit Raumbezug in Thüringen mit dem Landesprogramm „Offene Geodaten“ reagiert.
     
  • Das Landesamt für Statistik hat eine Web-Anwendung für Feuerwehren erstellt, mit der Daten zum Einsatzgeschehen erfasst werden. Die Datenqualität wird verbessert und die Ehrenamtlichen werden entlastet.
     
  • Das Thüringer Finanzministerium war selbst mit dem Haushaltsmanagementsystem vertreten. Im Ländervergleich einmalig, werden in Thüringen sämtliche Finanzflüsse mit einem einheitlichen Verfahren von rund 3.800 Nutzerinnen und Nutzern in den Landesbehörden verwaltet.
     
  • Ebenso stellte das Finanzministerium die für die Kommunen kostenfreie Software ThAVEL vor, die als Basis für alle künftigen E-Government-Anwendungen dient.

Der Thüringer CIO Dr. Hartmut Schubert zeigte sich zufrieden mit der Vorstellung des Freistaats auf der CeBIT: „Wir haben in den letzten Jahren das Verwaltungsdatennetz und die Informationssicherheit auf ein hohes Niveau gehoben. Im nächsten Schritt etablieren wir zentrale Basiskomponenten. Das sind neben ThAVEL, dem Zuständigkeitsfinder und dem Formularservice die Identifizierung durch den elektronischen Personalausweis oder die elektronische Bezahlfunktion. Hierbei stimmt sich Thüringen intensiv mit den anderen Ländern und dem Bund ab und sucht gezielt Kooperationen. Thüringen weiß im Ländervergleich zu überzeugen, wir sind im letzten Jahr gut vorangekommen. 2017 werden wir mit der ePayment-Anwendung sowie weiteren Fachverfahren auf unserer Basisplattform ThAVEL einen großen Fortschritt bei der Digitalisierung von Verwaltungsvorgängen erreichen. Das wird auch für die Bürgerinnen und Bürger spürbar sein.“

Kurz vor der CeBIT hatte Thüringen für ThAVEL vom Bundesverwaltungsamt ein Zertifikat zur Nutzung des elektronischen Personalausweises erhalten. Der Thüringer CIO erläutert: „Unser Ziel ist es, den Bürgern ein Servicekonto anzubieten, von dem aus sie alle Anliegen adressieren können. Damit können sie ihre Daten der Verwaltung sicher und einfach übermitteln, die Verwaltung kann auf die Daten zugreifen und dem Bürger die Antwort sicher und einfach zukommen lassen. Nur so sind überhaupt komplexe Verwaltungsvorgänge künftig zu handhaben. Die internetbasierte Fahrzeugzulassung, das iKfZ, wird es vormachen.“

Laut Dr. Schubert arbeiten die Thüringer Kommunen und das Land intensiv daran, mehr Service für Bürgerinnen und Bürger anzubieten. „Was heute etwa bei der papierlosen Steuererklärung geht, wird zukünftig auch für andere elektronische Verwaltungsverfahren funktionieren. Die elektronische Verwaltungsanwendung zum Unterhaltsvorschuss ist ein ganz aktuelles Beispiel. Hier bieten wir den Thüringer Kommunen für die elektronische Beantragung von Leistungen nach dem Unterhaltsvorschussgesetz eine sehr konkrete Leistung an, die zu erheblichen Vereinfachungen im Bearbeitungsprozess und damit zu Kostenreduzierungen bei den Kommunen führen wird“, so der Thüringer CIO.

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