04.05.2017
Thüringer Finanzministerium

Medieninformation

Betrugsversuche im Namen des Finanzamts

Schon seit längerem versuchen Betrüger, im Namen von Behörden an Konto- und Kreditkartendaten zu gelangen oder Trojaner zu verbreiten.

Das Finanzministerium weist aus diesem Grund darauf hin, dass die Finanzämter niemals Kontendaten bei Steuerpflichtigen per E-Mail anfordern. Auch Angaben zu den Daten von Kreditkarten werden folglich in keinem Fall erbeten.

Aus Sicherheitsgründen gilt in den Thüringer Finanzämtern grundsätzlich der bargeldlose Zahlungsverkehr, das heißt, fällige Steuerzahlungen sind zu überweisen.

Eine komfortable Möglichkeit zur Sicherstellung der pünktlichen Zahlung ist die Erteilung eines SEPA- Lastschriftmandats. Dabei kann konkret bestimmt werden, für welche Steuerarten das Finanzamt eine Abbuchung der Steuern zum Fälligkeitstermin vornehmen darf und ob auch anstehende Erstattungen auf diesem Konto eingehen sollen. Hier wird stets zeitgleich mit der Erstattung eine schriftliche Benachrichtigung über die Auszahlung auf dem Postweg übersandt.

Voraussetzung hierfür ist in jedem Fall ein schriftlich eingereichtes und unterschriebenes SEPA-Lastschriftmandat im Original. Auf dieses Erfordernis werden die Steuerpflichtigen stets hingewiesen, wenn sie dem Finanzamt formlos eingereichte Anträge zur erstmaligen Speicherung oder Änderung ihrer Bankverbindung übersandt haben. Auch eine Übermittlung per E-Mail oder Fax wird nicht anerkannt.

Gerät ein Steuerpflichtiger mit Zahlungen in Verzug, wird ihm auf dem Postweg eine Mahnung mit Ankündigung der Vollstreckung übersandt. Diese enthält detaillierte Angaben zu Art und Höhe der Schuld und gibt Hinweise zur Begleichung der rückständigen Beträge. In dieser Mahnung sind auch die zuständigen Ansprechpartner im Finanzamt benannt, falls der Steuerpflichtige Rückfragen hat.

Reagiert ein Steuerpflichtiger innerhalb des ihm gesetzten Zahlungsziels nicht, wird der Vollziehungsbeamte des Finanzamts mit der Einziehung des fälligen Betrages beauftragt. Auch er fügt seiner Zahlungsaufforderung eine detaillierte Aufschlüsselung über die Rückstände nach Abgabeart, Zeitraum/Fälligkeit und Betrag bei und weist sich auf Nachfrage mit seinem Dienstausweis aus. Der Vollziehungsbeamte fordert den Steuerpflichtigen auf, den offenen Gesamtbetrag durch Überweisung oder Einzahlung auf ein in der Zahlungsaufforderung angegebenes Konto der Finanzkasse zu entrichten. Da die Vollziehungsbeamten der Thüringer Finanzämter mit mobilen Electronic-Cash-Geräten ausgestattet sind, enthält die Zahlungsaufforderung des Vollziehungsbeamten auch einen Hinweis über die Möglichkeit der Zahlung mit EC-Karte.

Sollte der Steuerpflichtige die Abgaben zwischenzeitlich beglichen haben, wird er gebeten, dies durch geeignete Belege nachzuweisen. Die Zahlungsaufforderungen der Vollziehungsbeamten werden - genau wie die Mahnung mit Vollstreckungsankündigung - als schriftliches Dokument erstellt und nicht per E-Mail übermittelt.

Diejenigen Steuerpflichtigen, die nicht sicher sind, ob die erhaltene Post tatsächlich vom Finanzamt stammt, sollten Kontakt mit ihrem zuständigen Finanzamt aufnehmen.

Das Thüringer Finanzministerium empfiehlt allen Bürgerinnen und Bürgern, angebliche E-Mails vom Finanzamt umgehend zu löschen. Keinesfalls sollten enthaltene Anhänge geöffnet oder persönliche Daten weitergegeben werden.

Hinweise zum Zahlungsverkehr mit dem Finanzamt (54.8 kB)
PDF-Dokument ist nicht barrierefrei.

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