21.12.2016
Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft

Medieninformation

21.12.2016

Thüringen verbessert Förderung von Doktoranden an Thüringer Hochschulen

Tiefensee: Qualifizierten Forschernachwuchs im Land halten

Das Thüringer Wissenschaftsministerium verbessert die Konditionen der Graduiertenförderung in Thüringen. Das teilte Thüringens Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee heute in Erfurt mit. So können Doktoranden Thüringer Hochschulen im Rahmen des Landesgraduiertenprogramms künftig ein Stipendium von 1.350 Euro monatlich beantragen. Im Unterschied zur bisherigen Förderung handelt es sich dabei um einen Festbetrag, der pauschal gezahlt wird. Bisher konnten die Hochschulen die Höhe der Förderung bis zu einer Obergrenze von 1.365 Euro variabel selbst festlegen, wodurch der Betrag in der Regel unterschritten wurde. Auch die Kinderzuschläge wurden erhöht: von bisher 180 auf 300 Euro für das erste Kind und von 90 auf 150 Euro für jedes weitere Kind. Die Änderungen treten zum 1. Januar 2017 in Kraft.

„Die Stipendien sollen dazu beitragen, wissenschaftlichen Nachwuchs gezielt bei seiner weiteren Qualifizierung zu unterstützen und in Thüringen zu halten“, sagte Tiefensee. „Gute Bedingungen in der Wissenschaft heißt für mich auch, dass man als Nachwuchswissenschaftler einigermaßen seinen Lebensunterhalt bestreiten kann.“ Deshalb sei das Stipendium attraktiver und zugleich familienfreundlicher ausgestaltet worden. Zudem sei eine Gleichstellungsklausel verankert worden, die bei entsprechender Bewerberlage eine paritätische Stipendienvergabe an Frauen und Männer vorsieht. Die Hochschulen haben zudem größeren Gestaltungsspielraum bei der Auswahl der Stipendiaten.

Das Graduiertenförderprogramm des Landes existiert bereits seit 1993 und richtet sich an besonders qualifizierte Hochschulabsolventen. Derzeit werden 96 Stipendiaten aus dem Programm unterstützt. Im laufenden Jahr stehen dafür 1,3 Millionen Euro zur Verfügung – im kommenden Jahr wird diese Summe leicht auf 1,35 Millionen Euro erhöht. Insgesamt arbeiten in Thüringen derzeit 2.300 Nachwuchsforscher an einem Promotionsvorhaben.

Hintergrund: Thüringer Graduiertenförderungsverordnung

Das Land vergibt Stipendien für Promotionsvorhaben und künstlerische Entwicklungsvorhaben an besonders qualifizierte Nachwuchswissenschaftler (nachgewiesen durch überdurchschnittliche Studien- und Prüfungsleistungen), die an einer Thüringer Hochschule zur Promotion zugelassen sind. Die Vergabe der Stipendien erfolgt nach wissenschaftlicher Eignung und mit Blick auf Forschungsschwerpunkte der Hochschulen bzw. Fachgebiete mit Nachwuchsbedarf. Die Stipendien werden von den Hochschulen öffentlich ausgeschrieben; über die Vergabe entscheidet eine Vergabekommission. Die Förderung wird in der Regel für zwei, maximal für drei Jahre gewährt. Ein Rechtsanspruch auf ein Stipendium besteht nicht.

 

 

Stephan Krauß

Pressesprecher

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