Jahreskonferenz des Europäischen Sozialfonds in Thüringen

Arbeits- und Sozialministerin Werner: „Thüringen setzt auf gute soziale Infrastruktur zum Schutz vor Armut“

Auf der diesjährigen Konferenz des Europäischen Sozialfonds (ESF) in Thüringen diskutierten Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft, Verbänden und Verwaltung über wirksame Wege zum Schutz vor Armut im Freistaat. Die Tagung stand unter der Überschrift „Starke Kommunen – starke Menschen: Armutsprävention in Thüringen“.

Ministerin Werner unterstrich auf der Konferenz den Handlungsbedarf: „Wir sind auf einem guten Weg in Thüringen, die Wirtschaft floriert, die Arbeitslosenzahlen sinken. Dennoch sind fast ein Fünftel der Menschen in Thüringen von Armut bedroht“. Ihnen steht weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens in der Bundesrepublik zu Verfügung.

Impressionen von der Jahreskonferenz des ESF in Thüringen

Nach Auffassung von Werner ist dafür zum einen die Niedriglohnpolitik verantwortlich, die in den vergangenen Jahrzehnten sowohl im Bund als auch von Thüringer Landesregierungen verfolgt wurde. Zum zweiten schlagen sich den Zahlen nach Werner die zu niedrigen Hartz IV-Leistungen nieder. Zudem würden auch immer mehr h ältere Menschen in Armut rutschen, weil ihre Renten zu niedrig sein.

Aus diesen Gründen hat sich Thüringen im Bundesrat wiederholt für eine Anhebung von Sozialleistungen und Renten ausgesprochen, erklärte Werner. Darüber hinaus verfolge man in Thüringen das Ziel, mit einer guten sozialen Infrastruktur Menschen vor Armut zu schützen und bei der Überwindung von Armut zu unterstützen.

Die Programme dazu reichen von der individuellen Beratung in Stadtteilen mit einem hohen Anteil von Armut betroffener Menschen bis hin zur Förderung von Qualifizierung und Beschäftigung für langzeitarbeitslose Menschen.

Werner dankte der Europäischen Kommission und dem europäischen Parlament, weil sie mit dem Europäischen Sozialfonds (ESF) auch in Thüringen die soziale Teilhabe fördere und die Bekämpfung von Armut unterstütze. „Gerade angesichts des Erstarkens nationalistischer und fremdenfeindlicher Kräfte überall in Europa, ist es von grundlegender Bedeutung, dass die Europäische Union praktische Schritte ergreift, um den sozialen Zusammenhalt zu stärken. Unfrieden, Hass, Aus- und Abgrenzung beginnt mit sozialer Unsicherheit, mit zunehmender Spaltung von Gesellschaften in Verlierer und Gewinner, in Arm und Reich. Unfrieden beginnt mit Angst und Hoffnungslosigkeit. Genau deshalb ist das Armutsbekämpfungsziel beim Einsatz der EU-Strukturfonds so wichtig. Es soll zum Erhalt und der Stärkung des sozialen Friedens beitragen.“

Genau in diesem Sinne nutze die Landesregierung den ESF, so Werner. Bekämpfung von Arbeitslosigkeit, Stärkung von Bildung und sozialer Infrastruktur, individuelle Förderung benachteiligter Menschen ebenso wie die Stärkung der erforderlichen Sozial- und Bildungsinfrastruktur in und mit den Kommunen – all das ziehe sich wie ein roter Faden durch den gesamten Koalitionsvertrag.

Auf der Grundlage des Koalitionsvertrages und unter Berücksichtigung des „Operationellen Programms für den Einsatz des Europäischen Sozialfonds im Freistaat Thüringen in den Jahren 2014 bis 2020“ gibt es ein breitgefächertes und mit den Eingliederungsleistungen der Arbeitsagenturen und Jobcentern abgestimmtes Förderangebot. Aus dem ESF stehen Thüringen bis zum Jahr 2020 insgesamt 175 Millionen Euro zur Verfügung, die in Förderprogramme im Rahmen der die Armutspräventionsrichtlinie, der die Aktivierungsrichtlinie und der Integrationsrichtlinie fließen.

Wegweiser

Aktionen

Thueringen Monitor Klein Logo ThueringenJahr Kampagne Wegweiser Wir sind Energie-Gewinner.

Serviceportal – Bürger

Services im Zuständigkeitsfinder suchen

Serviceportal – Unternehmen

Services im Zuständigkeitsfinder suchen

Serviceportal – Weitere

Services im Zuständigkeitsfinder suchen

Servicebereich

Publikationen