Heike Werner übergibt Fördermittel für Verein Anonymer Krankenschein e.V.

Anonymer Krankenschein e.V. erhält Fördermittel 2017_02_13

Am 13. Februar übergab die Gesundheitsministerin Heike Werner Fördermittel in Höhe von 230.000 Euro an den Verein „Anonymer Krankenschein e.V.“. Die Mittel sollen genutzt werden, um Menschen eine medizinische Versorgung zu ermöglichen, die keine Papiere haben.

Die Sozialämter sind gesetzlich verpflichtet, Menschen ohne regulären Aufenthaltsstatus an die Ausländerbehörde zu melden.

„Mit der Konsequenz, dass viele Betroffene aus Angst vor Abschiebung die medizinischen Versorgungsangebote nach dem Asylbewerberleistungsgesetz meiden und sich bei Krankheit nicht behandeln lassen“, sagte Werner.

Es hat sich gezeigt, dass ehrenamtliches Engagement allein eine schnelle und gute gesundheitliche Versorgung nicht leisten kann. Davon konnten auch die jungen Studierenden der Medizin ein Lied singen, die federführend für das Projekt sind. Sie sprachen mit der Ministerin über den aktuellen Stand des Projekts und ihr weiteres Vorgehen. Besonders bei Problemen zum Ausbau ihres Netzwerkes konnte Werner ihnen einige Hilfestellung anbieten.

Laut Werner soll über das Modellprojekt die medizinische Versorgung sowie die Vermittlung zu anderen Ärztinnen und Ärzten oder Therapeutinnen und Therapeuten realisiert werden. „Für 2017 stellen wir dafür 230.000 Euro zur Verfügung. Gefördert werden die Kosten für je eine Arzt- und Verwaltungsteilzeitstelle, für die medizinischen Behandlungen sowie für Arzneimittel“, so die Ministerin weiter

 

Hintergrund:

Im Koalitionsvertrag ist festgelegt, dass sich die Landesregierung zusätzlich zur Ausgabe einer Gesundheitskarte für geflüchtete Menschen auch für die Einführung von anonymisierten Krankenscheinen für Menschen ohne Papiere im Rahmen eines Modellprojekts einsetzt.

Der Verein MediNetz Jena e.V. und der Verein Anonymer Krankenschein Thüringen e.V. haben eine Konzeption für die medizinische Versorgung von papierlosen Menschen in Thüringen (in der beide bereits ehrenamtlich engagiert sind) vorgelegt.

Diese Konzeption ist in überarbeiteter Form Grundlage für den Aufbau und den Betrieb einer medizinischen Versorgungs- und Vermittlungsstelle für Menschen ohne Papiere. Diese Versorgungs- und Vermittlungsstelle wird als Modellprojekt vom TMASGFF gefördert, Träger des Projekts ist der Verein Anonymer Krankenschein e.V. (Jena).

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