Begriffserklärung zum Thema Klima und Klimawandel

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Das Klima, d.h. der langjährige mittlere Zustand der Atmosphäre ändert sich. Diese Veränderung des Klimas wird als Klimawandel bezeichnet. Ein Grund hierfür ist die steigende Konzentration von Treibhausgasen (THG) in der Atmosphäre. Diese Veränderung hat positive und negative Folgen für viele Lebensbereiche (Klimafolgen). Um positive Folgen nutzen zu können und die Auswirkungen negativer Folgen zu verhindern oder zu vermindern, sind Anpassungsmaßnahmen notwendig (Klimaanpassung). Um den Anstieg der THG-konzentration in der Atmosphäre zu verlangsamen sind Maßnahmen zur Minderung der THG-Emissionen notwendig (Klimaschutz). Klimaschutz und Klimaanpassung sind voneinander unabhängig aber für den Menschen die einzigen Möglichkeiten dem Klimawandel entgegenzutreten.

Nachfolgend werden ausgewählte Begriffe wie Klima, Klimawandel, Anpassung an die Folgen des Klimawandels sowie deren Abgrenzung zu Wetter und Klimaschutz erklärt.

Klima

Klima ist die Zusammenfassung der Wettererscheinungen, die den mittleren Zustand der Atmosphäre an einem bestimmten Ort über einen längeren Zeitraum charakterisieren. Solch ein genügend langer Betrachtungszeitraum ist nach den Empfehlungen der Weltorganisation für Meteorologie (World Meteorological Organization, WMO) ein fester Bezugszeitraum von 30 Jahren. Damit ist Klima als statistischer Zustand im Vergleich zum gegenwärtigen Wetter nicht direkt zu erleben. Zur Visualisierung des Klimas dienen grafische Darstellungen wie z. B. das Klimadiagramm nach Walter und Lieth.

 

Klimaanpassung - Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels

Um den Schutz eines System vor den nachteiligen Auswirkungen solcher Extremereignisse zu erhöhen bzw. den negativen Einfluss eines Ereignisses auf das System zu minimieren, können Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels (Adaption) getroffen werden. Viele Maßnahmen für in Thüringen betroffene Handlungsfelder wurden bereits im "Integrierten Maßnahmenprogramm zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels im Freistaat Thüringen - IMPAKT" (TMUEN 2014) formuliert.

 

Klimafolgen - Folgen des Klimawandels

Die Folgen aus der Veränderung des mittleren Zustandes der Atmosphäre sind vielfältig und können an jedem Ort der Erde anders ausfallen. Sichtbar werden meist Extremereignisse wie Starkniederschläge oder Trockenperioden sowie Stürme und längere Hitzephasen. Diese Extremereignisse nehmen aufgrund der zunehmenden Energie (Temperatur) in der Atmosphäre nachweislich zu. Diese Ereignisse haben auf die einzelnen Systeme unterschiedliche Auswirkungen. Das hängt davon ab wie empfindlich ein System auf solche Ereignisse reagiert. Während ein Sturm-, Hagel-, oder Gewitterereignis auf ein Gewässer kaum oder keine Auswirkungen hat, kann ein Starkniederschlag oder eine Trockenperiode das Gewässer aus dem Gleichgewicht bringen.

 

Klimaschutz

Unter Klimaschutz werden verallgemeinert alle Maßnahmen verstanden, die die Emission von Treibhausgasen (THG) mindern sollen. durch den Menschen verursachten (antrophogenen) globalen Erwärmung entgegenwirken und mögliche Folgen der globalen Erwärmung abmildern (Mitigation) oder sogar verhindern sollen. Das betrifft im Wesentlichen Maßnahmen zur Vermeidung oder Verminderung von Treibhausgasemissionen. Hierfür können beispielhaft der Ausbau der erneuerbaren Energien, Energieeffizienzmaßnahmen aber auch die Erhaltung natürlicher Kohlenstoffsenken genannt werden. 2015 wurde die im Auftrag der TLUG durchgeführte Studie "Thüringer Emissionskataster und Treibhausgasbilanz" veröffentlicht. Sie zeigt neben allen wesentlichen (Luft-)Schadstoffemissionen auch die Treibhausgasemissionen des Freistaates Thüringen.

 

Klimawandel

Die Veränderung dieses mittleren Zustandes der Atmosphäre wird allgemein als Klimawandel bezeichnet. Die WMO legte 2014 den 30-jährigen Zeitraum 1961-1990 als „Referenzperiode für die Bewertung  des langfristigen Klimawandels“ fest. Als Vergleichszeitraum dienen die aktuellen „klimatologische Standardnormalwerte“ 1981-2010. Die nachfolgenden Abbildungen geben einen Einblick inwiefern die Klimaveränderung anhand der Temperatur- und Niederschlagsmessungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) im Freistaat Thüringen sichtbar werden.

 

Treibhausgase (THG)

Treibhausgase sind Gase, die in der Atmosphäre die langwellige Abstrahlung (Wärmestrahlung?) der Erdoberfläche absorbieren und in Wärme umwandeln (und damit in der Erdatmosphäre zurückgehalten). Diesen Effekt bezeichnet man auch als Treibhauseffekt. Die durch menschliche Aktivitäten emittierten Treibhausgase führen zu einer Erhöhung der atmosphärischen THG-Konzentration. Damit verstärkt sich der natürliche Treibhauseffekt. Die Atmosphäre erwärmt sich. Solche Gase sind Wasserdampf, Kohlenstoffdioxid (CO2), Distickstoffmonoxid (N2O), Methan (CH4) sowie verschiedene Kohlenwasserstoffe. Weitere Vorläufersubstanzen für Treibhausgase wie Kohlenstoffmonooxid (CO), Stickoxide (NOx) aber auch Ozon (O3) … werden als indirekte THG bezeichnet. Darüber wieviele Treibhausgase und Luftschadstoffe in Thüringen emittiert werden, informiert das Emissionskataster und die Treibhausgas-Bilanz Thüringen.

 

Vulnerabilität

Wie empfindlich ein System gegenüber den negativen Folgen des Klimawandels ist, kann anhand einer bestimmten Betroffenheit oder auch Vulnerabilität ausgesagt werden. Gemäß der Definition des Weltklimarats (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) ist Vulnerabilität das Maß, zu dem ein System gegenüber nachteiligen Auswirkungen der Klimaänderung anfällig ist und nicht damit umgehen kann.

 

Wetter

Als Wetter bezeichnet man den kurzfristigen und stetig wechselnden physikalischen Atmosphärenzustand zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort. Er ist durch die messbaren meteorologischen Elemente wie z. B. Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, Windrichtung und Windgeschwindigkeit, Bewölkung, Niederschlag und ihr Zusammenwirken gekennzeichnet.

 

Witterung

Das prägende Wettergeschehen über einen Zeitraum von mehreren Tagen bis hin zu einer ganzen Jahreszeit wird als Witterung bezeichnet. Die Witterung wird dabei maßgeblich durch die vorherrschende Großwetterlage bestimmt. Spricht man beispielsweise von einem „verregneten Frühjahr“ oder einem „sonnigen Wochenende“, so sind die Charakterisierungen dem Begriff Witterung zuzuordnen. Um Jahreszeiten und Jahre abschließend zu bewerten, gibt die Thüringer Klimaagentur die jahreszeitlichen Witterungsberichte und jährliche Witterungsdiagnosen heraus.

 

 

 

 

 

Globaler Klimaschutz und lokale Anpassung an die Folgen des Klimawandels

Während die Folgen des Klimawandels an jedem Ort der Erde anders ausfallen und somit Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel auf regionale und lokale Bedingungen abgestimmt werden müssen, wirken sich Maßnahmen zum Klimaschutz an jedem Ort der Erde auf die globale Erwärmung aus. Um der globalen Erwärmung entgegenwirken und mögliche Folgen des Klimawandels abzumildern aber auch um sich auf die aktuell und zukünftig auftretenden regionalen und lokalen Folgen des Klimawandels einzustellen, ist eine parallele Entwicklung von Maßnahmen zum Klimaschutz und Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels notwendig.

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