Das Thüringer Landesprogramm Hochwasserschutz 2016 bis 2021

Das Hochwasserereignis im Mai/Juni 2013 hat gezeigt, dass es einen vollständigen Schutz vor Hochwasser nicht geben kann. Deiche sind aufgrund der außergewöhnlich hohen Abflüsse in den Thüringer Gewässern gebrochen oder wurden nur durch den engagierten Einsatz vor Ort davor bewahrt. Die Thüringer Talsperren und die Einsatzkräfte sind an ihre Leistungsgrenzen gekommen.

Es ist geboten, die bisherigen Handlungen zum Hochwasserschutz neu zu bewerten. Es gilt, den Bächen und Flüssen, wo möglich, wieder mehr Raum zu geben und die technischen Maßnahmen auf den Schutz von Siedlungen und wichtiger Infrastruktur zu begrenzen. Zudem ist eine Erweiterung des Hochwasseraspekts über die baulichen Maßnahmen hinaus auf die Bereiche der Bau- und Flächenvorsorge, der Informations- und Verhaltensvorsorge und der Gefahrenabwehr erforderlich.

Zur Konzeption des künftigen Hochwasserschutzes in Thüringen haben Land und Kommunen 2012 einen gemeinsamen Prozess initiiert. In dem vorliegenden Landesprogramm Hochwasserschutz finden sich die Ergebnisse dieses Prozesses wieder. Es liegt damit erstmals ein konkreter Fahrplan für Thüringen zur Verbesserung des Hochwasserschutzes vor. Im Landesprogramm sind die Maßnahmen enthalten, die von den Städten, Gemeinden, Landkreisen sowie den zuständigen Bau-, Landesplanungs-, Innen- und Umweltressorts geplant wurden. Sie sollen bis Ende 2021 ca. 35.000 Thüringer zusätzlich bzw. besser vor Hochwasser schützen. Mit mehr als 3.200 Vorhaben und einem Investitionsvolumen von etwa 280 Mio. € wird der Hochwasserschutz in Thüringen neu ausgerichtet. Das einen Sechs-Jahres-Zeitraum umfassende Programm wird danach weiter in diesem Turnus fortgeschrieben.

Herzstück des Landesprogramms Hochwasserschutz sind die integralen Hochwasserschutzkonzepte. Mit diesen soll der ganzheitliche Ansatz im Hochwasserschutz gewährleistet werden. Mit den bislang vor allem auf die technischen Maßnahmen ausgerichteten Hochwasserschutzkonzepten sollen einzugsgebietsbezogene Lösungen zum Hochwasserschutz gesucht werden, ohne eine Verschärfung für die Unterlieger hervorzurufen. Dabei spielen vor allem die Wiederherstellung des Wasserrückhalts in der Fläche, die Flächenvorsorge durch das Freihalten des Hochwasserabflusses, konkrete Objektschutzmaßnahmen, die Gefahrenabwehr vor Ort sowie die technischen Maßnahmen eine maßgebliche Rolle.

Hinweise zur Anwendung des Landesprogramms Hochwasserschutz:

Das Thüringer Landesprogramm Hochwasserschutz besteht aus einem Textteil und einem Maßnahmenteil. Beide Teile sind in einer pdf-Datei zusammengefasst, welche in zwei Versionen zur Verfügung steht. Für die Betrachtung am Bildschirm wird die Webanzeige, zum Ausdruck der Dokumente wird die Druckqualität empfohlen. Maßnahmenübersichten stehen zusätzlich im Kartendienst der TLUG zur Verfügung.

Im Maßnahmenteil des Thüringer Landesprogramms Hochwasserschutz sind zudem Karten und eine Legende im Format DIN A3 enthalten (Seiten 33-36, 51-54 und 75). Dieses Format wird von einigen Druckern nicht automatisch erkannt bzw. verarbeitet. Die entsprechenden Seiten werden dann ebenfalls im Format DIN A4 ausgedruckt.

Für eine bessere Lesbarkeit der Karten ist der Ausdruck im Format DIN A3 empfehlenswert. Um diesen zu vereinfachen, kann eine zusätzliche Datei mit den entsprechenden Seiten des Maßnahmenteils heruntergeladen werden.

 

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