Die Turmfalken im Thüringer Umweltministerium

Seit vielen Jahren brüten Turmfalken im Gebäude des Thüringer Umweltministeriums in Erfurt. Mit unserer Webcam können Sie auch in diesem Jahr wieder "live" das Brüten und das Aufwachsen der Jungen mitverfolgen. Viel Spaß beim Beobachten!

 

Am 28. April hat das Falkenweibchen das erste Ei der Brutsaison 2017 gelegt. Im Vorjahr waren es letzlich insgesamt fünf Eier. Alle Jungvögel wurden erfolgreich aufgezogen. Wir hoffen auch in diesem Jahr auf eine erfolgreiche Brut unserer Turmfalken.

Webcam

Das Bild zeigt einen aktuellen Blick in die Falkenhöhle. Es wird alle 15 Sekunden aktualisiert.


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Im folgenden Modul können Sie die Bilder aus der Falkenhöhle im Rückblick ansehen. Klicken Sie dazu auf den Laufbalken oder lassen Sie sich die Bilder über den Button "abspielen" fortlaufend anzeigen.

Die Bilder aus der Falkenhöhle im Rückblick.

 


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Hintergrund:

Das Turmfalkenpaar im Gebäude des Thüringer Umweltministeriums ist nur von Frühling bis Herbst bei uns zu beobachten. In der übrigen Zeit "verstreichen" die Vögel in andere Gebiete. Die  Turmfalken sind mit hoher Wahrscheinlichkeit die gleichen Tiere wie im Vorjahr, denn ein Turmfalkenpaar bleib ein ganzes Leben lang zusammen.

Das Ausbrüten der Eier übernimmt das Weibchen, während das Männchen es dabei mit Nahrung versorgt. Die Jungen schlüpfen nach rund 4 Wochen. Etwa 35 Tage danach haben die Jungvögel bereits  das Fliegen erlernt und können weitere 30 Tage später selbstständig jagen.

Das Falkenpaar in der Bruthöhle.
Das Falkenpaar in der Bruthöhle.

 

Kurzsteckbrief des Turmfalken:

Die Turmfalken (Falco tinnunculus) sind die in Mitteleuropa am häufigsten vorkommende Falkenart. Sie sind sowohl in naturnahen ländlichen Gebieten, als auch in den Städten zu finden. Turmfalken sind von Natur aus überwiegend Felsenbrüter. In menschlichen Siedlungen werden als Nistplätze auch Nischen und Hohlräume in oberen Stockwerken von Gebäuden angenommen. Die häufig genutzten Brutplätze an Kirchtürmen gaben den Turmfalken ihren deutschen Namen.

Der Turmfalke ist auf der nördlichen Erdhalbkugel fast im gesamten eurasischen und nordafrikanischen Raum verbreitet, wobei fasst alle Klimazonen besiedelt werden. In den verschiedenen Regionen des Verbreitungsgebietes haben sich zum Teil Unterarten gebildet.

Das Überwintern der Turmfalken hängt vom Nahrungsangebot in ihren Brutgebieten ab. So ist ein Zurücklegen weiter Strecken (Zugvögel) ebenso möglich, wie ein Überwintern in kurzer Distanz zum Brutort (Strichvögel), oder sogar ein ganzjähriges Verbleiben im angestammten Lebensraum (Standvögel).

Durch den charakteristischen Rüttelflug sind die Turmfalken gut zu beobachten. Der Turmfalke "steht" dabei längere Zeit über einem bestimmten Ort in der Luft, an dem er Nahrung vermutet.

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