06.09.2017
Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

Medieninformation

Siegesmund: Thüringen geht mit Vielzahl zukunftsorientierter Mobilitätsprojekte voran

Klima-Pavillon diskutiert: Mit emissionsarmen Verkehr für saubere Luft und gutes Klima

Bei der heutigen Gesprächsrunde zum Thema: „Vom Elektroauto bis zum Lastenrad - Nachhaltige Mobilität in Thüringen“ geht es um die Antworten Thüringens auf den Dieselskandal und den jüngsten kommunalen Dieselgipfel.

Umweltministerin Anja Siegesmund betont Thüringens Vorreiterrolle für zukunftsweisende Projekte klimafreundlicher Fortbewegung – neue Mobilitätskonzepte, die einfach, bezahlbar und ökologisch sind.

„Während der Bund nun aufwacht und mit der Aufstockung des Fonds für nachhaltige Mobilität langsam in die richtige Richtung blickt, geht Thüringen bereits längst mit einer Vielzahl an zukunftsorientierten Mobilitätsprojekten voran. Mit dem intensiven Ausbau der Ladesäulenstruktur für Elektroautos oder der Förderung umweltsensitiver Verkehrssteuerung engagieren wir uns intensiv für saubere Luft und Klimaschutz“, sagte Umweltministerin Anja Siegesmund im Vorfeld der öffentlichen Diskussion zu nachhaltiger Mobilität im Klima-Pavillon am Mittwochnachmittag.

Insbesondere der Ladenetzausbau für emissionsarme Elektroautos wird durch das Thüringer Umweltministerium vorangetrieben. Bis zum Jahr 2020 sollen dafür insgesamt 410 Ladesäulen errichtet werden, davon 70 Schnelladestationen. Die Umsetzung dafür geht schnell voran. Bis Ende 2017 können 125-135 neue Ladestationen entstehen, die gemeinsam mit den bereits bestehenden fast die Hälfte der für Thüringen benötigten Ladestationen abdecken. Ziel ist es, die Skepsis gegenüber Reichweiten unbegründet werden zu lassen. Dank der breiten Allianz aller regionalen Energieversorger wird für das in Thüringen flächendeckende Netz nur eine Bezahlkarte nötig sein. Das Thüringer Umweltministerium unterstützt den Aufbau von Ladeinfrastruktur bereits seit 2015 mit insgesamt rd. 470.000 €
„Verbraucher wollen alltagstaugliche, bezahlbare Fahrzeuge, dafür müssen sich die Autohersteller ins Zeug legen. Für die nötige Infrastruktur sorgen wir gemeinsam mit den Thüringer Partnern“, macht Umweltministerin Anja Siegesmund deutlich.
Dass es ein reges Interesse am Ausprobieren der Elektromobilität gibt, zeigen die Anmeldezahlen zur Initiative des Umweltministeriums „Elektrisch durch Thüringen“. Insgesamt bewarben sich 2.326 Personen um die Möglichkeit, 2 Tage ein Elektroauto mit Ladestrom kostenlos zu testen. Die Aktion wird gemeinsam mit 22 Thüringer Autohäuser und 4 Energieversorger durchgeführt.

Aktuell (Stand 31. Juli 2017) sind in Thüringen über 550 rein elektrische Fahrzeuge angemeldet, davon wurden 162 seit 1.1. 2017 zugelassen. Hinzu kommen gut 4000 Hybrid-Fahrzeuge, davon seit 1.1.2017 715 neu zugelassene.

Die höher belasteten Thüringer Städte werden beim Aufbau eines umweltorientierten Verkehrsmanagements unterstützt. Die Planungen sind in Erfurt am weitesten vorangeschritten. Eine moderne Ampelsteuerung, die aktuelle Verkehrs- und Umweltdaten berücksichtigt, soll zukünftig die Luftverschmutzung durch den Straßenverkehr in Erfurt reduzieren. Das Projekt wird zu 80 Prozent mit einem Förderanteil von rund 4 Mio. € durch das Thüringer Umweltministerium gefördert.

Hintergrund

Im Auftrag des Thüringer Umweltministeriums haben die Bauhaus-Universität Weimar und das Fraunhofer Institut für Angewandte Systemtechnik Ilmenau den Stand der Ladeinfrastruktur im Jahr 2016 in Thüringen analysiert. Mit der so genannten Ladeinfrastrukturstrategie 2016 – 2020 für Thüringen (LISS) wurden Szenarien für den weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge abgeleitet. Im Januar 2017 schlossen sich insgesamt 32 Thüringer Stadtwerke und Energieversorger in einem bundesweit bisher einmaligen Kooperationsprojekt zusammen, das den Aufbau eines flächendeckenden Ladenetzes in Thüringen voranbringen soll.

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