21.02.2017
Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz

Medieninformation

Abfallbilanz 2015: Mehr Leichtverpackungen gesammelt und weniger Hausmüll produziert

Siegesmund: Thüringen hat noch immer ungenutztes Potential bei der Verwertung

„Die Thüringer machen sich längst bewusst, dass Verpackungen Wertstoffe sind und produzieren darüber hinaus deutlich weniger Müll als Menschen in anderen Bundesländern - gut so!“, sagte Umweltministerin Anja Siegesmund zur heute veröffentlichten Abfallbilanz des Jahres 2015.

So sammelten Thüringer Verbraucher im Jahr 2015 mehr Leicht-verpackungen und produzierten weniger Hausmüll als im Jahr zuvor. Das ist das Ergebnis der aktuell veröffentlichten Thüringer Abfallbilanz. Mit 129 Kilogramm je Einwohner liegt der Freistaat bundesweit im vorderen Bereich in Sachen Müllvermeidung. Zum Vergleich: Im Bundesdurchschnitt lag das Pro-Kopf-Aufkommen bei 159 Kilogramm Hausmüll.

Die erfasste Menge der Leichtverpackungen wurde im aktuellen Bilanzjahr ein weiteres Mal gesteigert. 37 Kilogramm sammelte statistisch jeder Thüringer, was eine neue Rekordgesamtmenge von 80.000 Tonnen ergibt.

„Nun gilt es, diesen positiven Trend auch auf die Bio- und Grünabfälle zu übertragen. Das Potential der Getrennterfassung ist hier bei weitem nicht ausgeschöpft“, so Umweltministerin Anja Siegesmund, die ein stärkeres Engagement der Thüringer Entsorgungsträger fordert.

Obwohl das Kreislaufwirtschaftsgesetz seit 1. Januar 2015 alle deutschen Städte und Landkreise verpflichtet, Bioabfälle getrennt zu sammeln, verweigern sich noch immer einige Thüringer Entsorger, ihren Pflichten nachzukommen.

Daher stieg die Sammelmenge von Bio- und Grünabfällen im Jahr 2015 nicht an. In ländlichen Gebieten ist anstelle der Biotonne auch die Einrichtung von Sammelstellen eine Option. „Untätigkeit ist jedoch keine Alternative!“, so die Umweltministerin.

Getrenntsammlung für Hochwertiges Recycling

Seit dem 1. Januar 2015 sind Entsorger ebenso verpflichtet, Papier-, Metall-, Glas- und Kunststoffabfälle für hochwertiges Recycling getrennt zu sammeln. Da eine bundeseinheitliche Regelung durch ein Wertstoffgesetz in naher Zukunft nicht zu erwarten ist, sind die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger vor Ort gefragt, dies eigenverantwortlich umzusetzen: Sei es durch eine Gelbe Tonne PLUS, durch Annahmestellen für Kunststoffabfälle, durch eine Kombination von Bring- und Holsystemen oder andere geeignete Maßnahmen.

 

Hintergrund

In der jährlichen Abfallbilanz des Landes Thüringen wird die von öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträgern erfasste Abfallmenge gesammelt und statistisch aufbereitet. Die Bilanz des Jahres 2015 steht zum Download zur Verfügung:

http://www.thueringen.de/mam/th8/tlug/content/abt_1/download/abfallbilanz_2015.pdf

 

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