Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr

B19 Ortsumgehung Waldfisch / Gumpelstadt

B 19 - Bau der Ortsumgehung Waldfisch / Gumpelstadt

     
Bauherr:    Bundesrepublik  Deutschland
     
Entwurfsaufsteller:    Straßenbauamt Südwestthüringen
     
Entwurfsbearbeiter:    Verkehrsanlage / Immissionsschutz
    Ingenieurbüro Viaprojekt  Beratende Ingenieure GmbH Suhl
     
    Landschaftsplanung
    Pöyry Infra GmbH Erfurt
     
    Ingenieurbauwerke
    Ingenieurbüro Probst GmbH Meiningen / Emch+Berger GmbH Weimar
     
    Baugrund
    Ingenieurgesellschaft Baugrung GmbH Eisenach
     
Baudurchführung:    Straßenbau
    Gebr. Stolz Bau GmbH
     
    Brückenbau
    Hentschke Bau GmbH
     
Baulänge:   3,82 km (Länge der Anschlüsse: 1,2 km; Länge der Wirschaftswege: 2,1 km)
     
Fahrbahnbreite:    8,0 m (RQ 10,5 mit verbreiterten Randstreifen)
     
Anzahl der Brücken:    6
     
 Bauzeit der Strecke  

2009 - 2011

     
     

voraussichtliche Kosten:

   ca. 11,8 Mio €            (Gesamtmaßnahme)
     

Übersichtslageplan OU Waldfisch / Gumpelstadt

Etappen der Planung:

  Umweltverträglichkeit:                                      15.01.1998

 Vorentwurf:                                                            08.12.2006

 Planfeststellung:                                                   26.01.2009

Baudurchführung:

(Straße einschließlich der Bauwerke)

 Baubeginn:                                                            Juli 2009

 Verkehrsfreigabe:                                               01.09.2011

 Abnahme:                                                              11.10.2011

 Ausführung der Maßnahmen
     des Landschaftsbaues                                     
Frühjahr 2014

Ende der Entwicklungspflege                           Oktober 2016


 

                             

 

Beschreibung der Baumaßnahme:



Die Ortsumgehungen Waldfisch und Gumpelstadt sind im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplanes enthalten. Mit der Bauausführung der OU Waldfisch wurde im Sommer 2009 begonnen, mit der OU Gumpelstadt konnte zeitnah im Februar 2010 nachgezogen werden.

Die  B 19 verläuft in Bayern über die BAB A 7 Würzburg sowie die BAB  A 72 Schweinfurt und tritt dann bei Mellrichstadt in das Bundesland Thüringen ein. Über Meiningen führt sie dann weiter in Richtung Eisenach mit Anschluss über die B 84 an die BAB A 4.

Künftig ist mit einem steigenden Verkehrsaufkommen zu rechnen und es war dringend erforderlich, speziell die Ortslage Waldfisch vom Durchgangsverkehr (Anteil 88%) und insbesondere vom Schwerverkehr (ca. 11%)  zu entlasten.

Die weitestgehend engen Straßenverhältnisse durch eine vorhandene beidseitig eng geschlossene Bebauung entlang der B 19 mit teilweise fehlenden Gehbahnen, vielen Zufahrten, einem großen Anteil des ruhenden Verkehrs und einem deutlichen Anteil des nicht motorisierten Verkehrs mit einem großen Bedarf an Straßenquerungen sowie den zum Teil recht engen aufmündenden Land- und Gemeindestraßen und Wegen, den nicht ausbaufähigen Knotenpunkten und der kurvenreichen Verkehrsführung innerhalb der Ortschaft sind ausschlaggebend, dass der zukünftige Verkehr nicht mehr durch eine innerörtliche Trassenführung bewältigt werden kann.

Die Trassenführung für die Umfahrung der Ortschaften Waldfisch und Gumpelstadt beginnt ca. 150 m südwestlich von Gumpelstadt mit einem planfreier Knotenpunkt der B 19 neu / B 19 alt, führt westlich an den Gemeinden vorbei und bindet nördlich von Waldfisch an die vorhandene B 19 an.  Die vorhandene L 1023 wird bereichsweise abgesenkt  und mit einem teilniveaufreien Knotenpunkt an die B 19 neu angebunden.

Die  Trasse führt durch bewegtes Gelände.  Trotzdem wurde versucht, die Linienführung bestmöglich in das vorhandene Gelände einzupassen.  Die maximale Einschnittstiefe (am Reckberg) und Dammhöhe (im Bereich der Fischaquerung) betragen je ca. 7m.

Für das Vorhaben wird zur Vermeidung größerer Eingriffe in das Eigentum betrofffener Grundstückseigentümer  eine Unternehmensflurbereinigung durchgeführt. Die Straßenbauverwaltung wurde über eine vorzeitige Besitzeinweisung in die Flächen eingewiesen.

Die Ausschreibung der landschaftspflegerischen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen erfolgte gesondert in 2 Abschnitten. Im Vorfeld wurde als Auflage aus dem Planfeststellungsbeschluss die Umsetzung der Orchideen im Bereich des Baufeldes an einen geeigneten Ersatzlebensraum vorgenommen und auf ca. 300m der Strecke Kleintierdurchlässe mit Leiteinrichtungen eingebaut und Rückbaumaßnahmen an Straßen/ Wegen durchgeführt. Noch umzusetzen waren u.a. Baum- und Strauchpflanzungen an Straßen, Wegen sowie an der Fischa; Entbuschungsmaßnahmen; Entwicklung von Streuobst-Trockenrasenstandorten und Amphibienlebensräumen.

 

 

 


 

 

 

 

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