Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr

B243/A38 – Großwechsungen, 1.TA

B 243 n, 1. Teilabschnitt- A 38 bis Großwechsungen mit Anschluss an die B 243 alt

Bauherr:   Bundesrepublik Deutschland
     
Entwurfsaufsteller:   Freistaat Thüringen, Straßenbauamt Nordthüringen
     
Entwurfsbearbeiter:   INVER - Ingenieurbüro für Verkehrsanlagen GmbH, Erfurt
     
Baudurchführung:  

Brückenbau:
Bauwerke (BW) 1-5
Ernst und Herwig Hoch- und Tiefbau GmbH & Co KG
Dr. Waldenburger GmbH

Streckenbau:
Mütze & Rätzel Bauunternehmen GmbH

 

Baulänge:    3.550 m
     
Fahrbahnbreite:  

RQ 20, vierstreifig
Fahrbahnbreite = 7,50 m (2 x 2 x 3,25 m)

Anzahl der Brücken:  

5 Brücken:

BW 1 (38,26 m) im Zuge der K 4 über die  B 243 n
BW 2 (34,00 m) im Zuge der L 2070 über die  B 243 n
BW 3 (7,00 m) im Zuge der B 243 n über den Röstegraben
BW 4 (8,50 m) im Zuge der B 243 n über Wirtschaftsweg
BW 5 (22,00 m) im Zuge Anschluss B 243 alt über die Helme

Bauzeit:  

Baubeginn: 21.08.2009 (Spatenstich)
Bauende:    05.12.2012 (Verkehrsfreigabe)
 

Kosten:   ca. 19 Mio Euro, davon ca. 18 Mio € Bund, 1 Mio € Freistaat Thüringen

 

Beschreibung der Baumaßnahme:

Planungsablauf:

Linienbestimmung BMVBS:                                13.06.1997
Vorentwurf:                                                          31.01.2001
Einleitung des Planfeststellungsverfahrens:      29.01.2002
Planfeststellungsbeschluss:                              13.09.2005

Das Bauvorhaben ist ein Teilabschnitt des Vorhabens "Neubau der B 243 von der Landesgrenze Niedersachsen/Thüringen – Nordhausen".

Diese Maßnahme umfasste den 1. Teilabschnitt des Vorhabens von der Anschlussstelle Großwechsungen an der K 4 bis zur BAB A38. Danach folgen nach Nordwesten die Ortsumgehungen Günzerode und Holbach (in Planung) sowie die Ortsumgehung Mackenrode (Baurecht vorhanden, Baubeginn geplant 2017).
Die B 243 hat eine wichtige Verbindungsfunktion zwischen den Bundesländern Niedersachsen und Thüringen. Sie verbindet die Südharzstädte Osterode, Herzberg,
Bad Lauterberg, Bad Sachsa und Nordhausen untereinander sowie mit dem Autobahnnetz A 7 und A 38. Die B 243 hat somit eine große Bedeutung für die Wirtschaft und den Tourismus.

Mit der Verkehrsfreigabe der B 243, A 38 bis K 4 werden für die Kraftfahrer die Fahrzeiten erheblich reduziert. Insbesondere die Einwohner von Hesserode und Kleinwechsungen werden vom Durchgangs- und Schwerverkehr entlastet.

Der 1. Teilabschnitt hat eine Länge von 3.55 km und wurde als Regelquerschnitt RQ 20, 4-streifig ohne Standstreifen, hergestellt. Eingeschlossen in die Baumaßnahme war weiterhin der Neubau der sogenannten Anschlussstrecke von der B 243 neu zur B 243 alt. Diese hat eine Länge von 1,004 km, verläuft auf kurzem Wege in Annäherung an die vorhandenen Trassen der K 4 und der L 2068 und quert dabei die Helme mit einem Brückenbauwerk.

Darüber hinaus umfasste die Baumaßnahme die Herstellung der notwendigen Entwässerungseinrichtungen, Anpassungsmaßnahmen im landwirtschaftlichen Wegenetz sowie landschaftspflegerische Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen.
Durch die Baumaßnahme sowie die geplanten Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen werden oberirdische Gewässer berührt (die Helme als Gewässer 1. Ordnung, der Haferbach, der Röstegraben). Weiterhin tangiert bzw. kreuzt  die Maßnahme das Überschwemmungsgebiet der Helme. 
Das im Straßenraum anfallende Oberflächenwasser wird über Straßenabläufe und Rohrleitungen sowie über Entwässerungsmulden gesammelt und insgesamt  drei Regenrückhaltebecken zugeführt.

Im Vorfeld der Bauarbeiten für die vierstreifige B 243 wurden auf dem "Starenberg" in der Flur Kleinwechsungen umfangreiche archäologische Ausgrabungen auf
2,6 Hektar Fläche durchgeführt. Zwischen Juni und November 2009 konnte dabei neben einer Siedlung der frühen Eisenzeit (um 500 v.u.Z.) eine bisher unbekannte hochmittelalterliche Dorfstelle ausgegraben werden. Die Ausgrabungen an der B 243 ermöglichten erstmals für den Landkreis Nordhausen Untersuchungen in einer hoch- bis spätmittelalterlichen Siedlung außerhalb des Nordhäuser Stadtkerns. Sie veranschaulichen Gehöftstrukturen und Lebensweise in einer ländlichen Siedlung.

Auch dem Umweltschutz wurde Rechnung getragen. Die Kleine Flussmuschel (Unio grassus) ist vom Aussterben bedroht und hat seine größten Vorkommen in der Helme. Zur Ausführung notwendiger Brückenbauarbeiten an der alten Helmebrücke waren unter anderem Absenkungen des Wasserspiegels erforderlich. Um die Beeinträchtigungen für die Flussmuschel so gering wie möglich zu halten, wurde der Zeitraum für das Absenken möglichst kurz gehalten. Außerdem wurde die mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmte Vorgehensweise von Fachleuten begleitet und dokumentiert.

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