Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr

Ortsumgehung Niederorschel im Zuge der L 1015

Ortsumgehung Niederorschel in Bildern

Bauherr:   Freistaat Thüringen
Entwurfsaufsteller:   Freistaat Thüringen, Straßenbauamt Nordthüringen
Entwurfsbearbeiter:   Ingenieurberatung W. Gries GmbH,
37308 Heilbad Heiligenstadt
Baudurchführung:   Brückenbau:
Bauwerke (BW) 1 – 8
Ernst und Herwig Hoch- und Tiefbau GmbH & Co KG,
Sächsische Bau GmbH, Dr. Waldenburger GmbH,
HTI Greussen, Universalbau GmbH

Streckenbau:
ARGE OU Niederorschel bestehend aus
Bickhardt Bau Thüringen GmbH Schwabhausen,
Bickhardt Bau AG Kirchheim,
Tief- und Meliorationsbau GmbH Leinefelde- Worbis
Baulängen:   6.840 m Ortsumgehung
   792 m Ausbaubereich mit Amphibienschutzmaßnahmen
   376 m Ausbaubereich mit Böschungssicherung
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8.008 m Gesamtlänge
 
Fahrbahnbreite:   RQ 10 gem. RAS-Q 82
Fahrstreifen     2 x 3,25 m
Randstreifen   2 x 0,25 m
Bankett             2 x 1,50 m
Anzahl der Brücken:   7 Brücken, 1 Durchlass
BW 1 (11,00 m)  über Hauptwirtschaftsweg
BW 2 (24,75 m)  über Hauptw.-weg und Wipper
BW 3 (13,20 m)  Deutsche Bahn über L 1015
BW 4 (14,00 m)  über die Ohne
BW 5 (16,00 m)  über Wirtschaftsweg
BW 6 (25,50 m)  über den Ahlenbach
BW 7 (4,10 m)    Durchlass Haidelbach
BW 8 (6,00 m)    über Wirtschaftsweg
Bauzeit:  

06/ 2008 – 09.05.2011

Kosten:   ca. 19,90 Mio. €
 
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Dieses Projekt wird von der Europäischen Union kofinanziert.

 

Beschreibung der Baumaßnahme:

 
Die vorhandene Landesstraße L 1015 verläuft von Mühlhausen kommend in nördlicher Richtung über Dachrieden, Eigenrode, Hüpstedt, Rüdigershagen, Niederorschel, Gernrode bis zum Anschluss an die L 3080 (ehemals B 80) südöstlich von Worbis.
Die Landesstraße L 1015 entlastet die Ortsdurchfahrten Rüdigershagen, Niederorschel und Gernrode. Sie mündet südlich der Bundesautobahn A 38 bei Breitenworbis auf die L 1014.

Die Ortsumgehung liegt im näheren Einzugsbereich des Mittelzentrums Leinefelde- Worbis und verbindet die Unterzentren Niederorschel und Breitenworbis.
Durch den Bau wurden optimale Bedingungen für Gewerbe- und Industriegebiete im Bereich Niederorschel/ Gernrode geschaffen und der unmittelbare Anschluss an die A 38 ermöglicht.

Es wurden folgende querenden Straßen in Lage und Höhe mit einem Regelquerschnitt RQ 10 eingepasst und angebunden:
  • L 2049 / L1015 alt Rüdigershagen - Niederorschel
  • K 212 nur Richtung Deuna
  • L 2048 Niederorschel - Bernterode
  • Gewerbegebietsstraße Niederorschel.
Dabei wurde die Hauptfahrbahn in den Kreuzungsbereichen jeweils durch einen 3,25 m breiten Linksabbiegestreifen ergänzt.
Es erfolgte ein Straßenaufbau von insgesamt 75 cm Gesamtdicke, bestehend aus
  • 4 cm Splittmastixasphalt
  • 8 cm Asphaltbinder
  • 14 cm Asphalttragschicht und
  • 49 cm Frostschutzschicht.
Die Ortsumgehung Niederorschel durchläuft  die Trinkwasserschutzzone III und wird über einen Leichtflüssigkeitsabscheider und 5 Regenrückhaltebecken entwässert.

Im Zusammenhang mit der Baumaßnahme wurden zahlreiche Versorgungsleitungen umverlegt.

Oberhalb von Rüdigershagen durchläuft die L 1015 Bereiche mit schwierigen geologischen Verhältnissen. Am Fuße des Düns war die Straße auf einer Länge von ca. 400 m in einem akut erdfallgefährdeten Gebiet zu errichten. Hier musste eine Erdfallsicherung aus einer zweilagigen Geokunststoffbewehrung am Dammfuß eingebaut werden. In einer darüber liegenden Hangrutschungszone wurde auf ca. 250 m Länge eine Böschungssicherung aus Kunststoffbewehrter Erde errichtet.

Mit dem Bau der OU Niederorschel waren Eingriffe in Natur und Landschaft verbunden, die durch landschaftspflegerische Maßnahmen im Sinne des Thüringer Naturschutzgesetzes zu kompensieren sind. Durch unterschiedliche Maßnahmen im Umfeld wurden Strukturen in der Landschaft mit vielfältigen Funktionen neu geschaffen.
Umfangreich Pflanzmaßnahmen, ca. 280 Bäume und 32.000 m² Strauchflächen , wurden in die Landschaft eingebunden.
Zur Vermeidung von Tierkollissionen mit dem Straßenverkehr wurden aus artenschutzrechtlichen Aspekten folgende Maßnahmen am Straßenbauwerk vorgesehen:
            - 1.500 m Errichtung von Wildschutzzäunen
            - 1.200 m Neuanlage einer Amphibienschutzanlage
            - 660 m Errichtung von Vogel- und Fledermausüberflughilfen

Acht Brückenbauwerke wurden errichtet, vier davon in Stahlbetonbauweise, eine in Spannbetonbauweise, zwei mit Stahlbetonrahmen und der Durchlass mit einem biegeweichen Rohr.

Insgesamt betrugen die Baukosten ca. 19,90 Mio €.
Durch den Europäischen Fond für Regionale Entwicklung (EFRE) wurde davon ca. 16,25 Mio € finanziert.
Auch die Gemeinde Niederorschel war mit einem Eigenanteil in Höhe von 120.000,- € an den Baukosten beteiligt.

 

 

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