21.12.2016
Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft

Medieninformation

Thüringer Landwirte erhalten zum Jahreswechsel fast 211 Millionen Euro

„Es ist eine gute Nachricht für unsere Landwirte. Noch vor dem Jahreswechsel erhalten sie die Direktzahlungen. 2016 war kein leichtes Jahr für die Agrarbetriebe“, sagt Thüringens Landwirtschaftsministerin Birgit Keller.

„Es ist eine gute Nachricht für unsere Landwirte. Noch vor dem Jahreswechsel erhalten sie die Direktzahlungen. 2016 war kein leichtes Jahr für die Agrarbetriebe“, sagt Thüringens Landwirtschaftsministerin Birgit Keller. Die Bescheide sind schon versendet. Insgesamt überweist das Land fast 211 Millionen Euro an 3894 landwirtschaftliche Unternehmen und 541 weitere Landwirte, die an der Kleinerzeugerregelung teilnehmen. „Es ist uns 2016 gelungen, auch die Greeningzahlungen und die Rückerstattung aus dem EU-Krisenfonds zu leisten. Trotz gestiegener EU-Bürokratie haben die Landwirtschaftsämter die vollständige Auszahlung geschafft“, so die Ministerin.

Direktzahlungen sind ein wesentlicher Bestandteil der landwirtschaftlichen Einkommen und Schwerpunkt der EU-Agrarförderung. Die Auszahlungen sind an Umweltleistungen und Standards gebunden. Agrarbetriebe müssen zum Beispiel Greeningauflagen zu Ökologischen Vorrangflächen und festgelegte Fruchtfolgen einhalten, Grünland erhalten und sie unterliegen einem Kontrollsystem für fachrechtliche Vorgaben (Cross Compliance).

Die fast 211 Millionen Euro Direktzahlungen für Thüringen aus dem Europäischen Garantiefond verteilen sich auf verschiedene Posten. Die Basisprämie beträgt rund 137 Millionen Euro. Für die ersten 46 Hektar jedes Betriebs wird eine Umverteilungsprämie von 4,2 Millionen Euro ausgezahlt. Mit den 66,1 Millionen Euro Greeningprämie wird der Erhalt Ökologischer Vorrangflächen unterstützt. Junglandwirte erhalten 300.000 Euro und Kleinlandwirte 400.000 Euro. Die Erstattung der Restbeträge aus dem EU-Krisenfonds sind 2,8 Millionen Euro.

Im zweiten Jahr haben sich die Landwirte und die Behörden eingespielt, um die aufwendigen Regeln und Verfahren der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU ab 2015 umzusetzen. Besonders hilfreich erwies sich das GIS Informationssystem zur Flächenverwaltung, das 2015 in Thüringen eingeführt wurde.
Mit diesem Programm können Landwirte digitale Luftbilder, Karten und sogenannte Feldblöcke nutzen und bearbeiten. Das System unterstützt die Verwaltung, um die flächenbezogenen Zahlungen zu ermitteln. Denn in Thüringen werden die Beihilfen für fast 800.000 Hektar landwirtschaftliche Flächen mit den genauen Größen, den Fruchtarten und bestimmten Auflagen erfasst und kontrolliert.


Hintergrund:

Die Greeningprämie von 66,16 Millionen Euro und die Rückerstattung aus der Haushaltsdisziplin in Höhe von 2,74 Millionen Euro wurden für das Antragsjahr 2015 erst im April 2016 geleistet. Das die Auszahlungen pünktlich im Dezember 2016 erfolgen können, war nicht selbstverständlich. Die Landwirtschaftsämter mussten sich im Einführungsjahr der neuen GAP auf zahlreiche neue Regeln und Verfahren einstellen. Die Einführung des georäumlichen Antrags half dabei, den Zahltermin zu sichern. Vor allem die Milchkrise gefährdete in diesem Jahr die Liquiditätssicherung vieler Betriebe. Deshalb ist eine möglichst frühzeitige Zahlung von hohem Interesse.

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