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Ausstellungsansicht, Die Alte Synagoge in Erfurt

Neun Jahrhunderte Jüdisches Leben in Thüringen

Die Thüringer Landesregierung unterstützt das Themenjahr 2020/2021 „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen“. Dies ist auf Anregung und in Abstimmung mit der jüdischen Landesgemeinde und den christlichen Kirchen bewusst in den zeitlichen Zusammenhang mit dem 1700-jährigen Jubiläum des Dekrets von Kaiser Konstantin an den Rat der Stadt Köln aus dem Jahre 321 gestellt, das die dort lebenden Juden zur Übernahme von Ämtern des städtischen Magistrats berechtigte.

Wenngleich nicht 1700 Jahre umspannend, finden sich doch auch im heutigen Thüringen viele Jahrhunderte zurückreichende Zeugnisse jüdischen Lebens und vielfältiges jüdisches Erbe in den reichsstädtischen Zentren des Mittelalters, auf dem Lande und den Residenzstädten der Neuzeit.

Das Themenjahr will in Ergänzung zur in Thüringen fest verankerten Erinnerungskultur an die Verfolgung und Ermordung der Juden insbesondere im 20. Jahrhundert den Blick auf die fruchtbaren historischen Kapitel jüdischen Lebens hierzulande lenken und das Bewusstsein für den Wert und das Potenzial stärken, das sich aus einem reichhaltigen jüdischen Leben in Thüringen ebenso wie aus einem guten Miteinander zwischen jüdischen und nicht-jüdischen Thüringern ergibt.

Logo des Themenjahres 900 Jahre Jüdisches Leben

Die Broschüre „Jüdische Kultur und Geschichte in Thüringen“ sowie das Programmheft „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen“ sind bei der Thüringer Tourismus GmbH unter der Rufnummer +49 (0) 361-37420, per Email an service@thueringen-entdecken.de und unter www.thueringen-entdecken.de bestellbar bzw. liegen in der 360°-Welt zur Abholung bereit.

Festakt zur Eröffnung im Kaisersaal in Erfurt am 01. Oktober 2020

Eröffnungsrede des Ministerpräsidenten

Lieber Reinhard Schramm,

lieber, sehr geehrter Dr. Schuster,

meine sehr verehrten Damen und Herren,

die sie alle schon begrüßt worden sind, fühlen Sie sich von mir noch einmal begrüßt.

Wir bewegen uns kurz vor dem freudigen Ereignis „30 Jahre Deutsche Einheit“, „70 Jahre Zentralrat der Juden in Deutschland“ (Westdeutschland) – weil der längere Teil ist eher der im einen Teil Deutschlands stattgefunden hat und in dem anderen Teil sich eher mit komplizierten Anfeindungen auch auseinandersetzen musste – und 100 Jahre „Vereinigte Staaten von Thüringen“. Ich werde darauf noch einmal zurückkommen. Das eingebettet, und Reinhard Schramm hat es erläutert, war eine Konsequenz aus der Dekade der Reformationsdekade. Und in der Reformationsdekade immer wieder die Reflektion, deswegen bin ich sehr dankbar, dass sowohl die Vertreter der katholischen Kirche als auch der evangelischen Kirche heute mit uns das Themenjahr eröffnen und dass Paten/Taufpaten sind von dem Themenjahr, denn im Reformationsgedanken haben wir uns als Staat davon leiten lassen, einerseits nicht einseitig auf ein Geschichtsbild von Martin Luther zu setzen, und andererseits die dunkle Seite, die mit Martin Luther einhergeht, immer wieder zum zentralen Punkt auch der Auseinandersetzung gemacht zu haben. Insoweit war es auch wichtig und richtig, dass Ilse Junkermann zur Eröffnung der Reformationsdekade, zur Neueröffnung des Luther-Hauses, Reinhard Schramm gebeten hat, dazu auch das Wort zu ergreifen, weil man kann zu Luther und seinem Antisemitismus nicht schweigen.

Deswegen bin ich froh und dankbar, wir haben es gerade im Film gesehen, dass Avital Ben-Chorin nicht nur Ehrenbürgerin von Eisenach wurde, sondern, um das ganze Luthergedenken, auch dieser Teil der dunklen Geschichte des „Entjudungsinstitut“ der evangelischen Kirche mit zum Gegenstand der Präsentation wurde. Wir reden also von einem Spannungsbogen, der immer wieder zurückgeführt wird auf das Schrecklichste was Jüdinnen und Juden jemals passieren konnte: der industrielle Massenmord an Jüdinnen und Juden, an unseren Nachbarn. Und der ist mit Erfurt verbunden, mit Topf & Söhne, und deswegen ist es so wichtig, dass wir diesen Teil niemals vergessen. Andererseits, und das war die Idee von Ilse Junkermann und Bischof Neymeyer und Reinhard Schramm, wenn wir immer nur jüdisches Leben über dem Holocaust definieren, sehen wir den Reichtum des jüdischen Lebens in unserem eigenen Leben nicht. So entstand die Idee von „900 Jahre Jüdisches Leben in Thüringen“.

Wir reden also Tacheles, wir sitzen manchmal im Schlamassel, dieses Jahr hat Thüringen da einiges dazu beigetragen, wir hatten manchmal auch den Eindruck, dass wir ziemlich mischugge sind und man kann auch sagen, als Ministerpräsident, unsere Finanzministerin zockt nicht mit Steuergeldern, und der Zoff in der Koalition wird mit harter Maloche überwunden. Dabei sind wir schon beim jüdischen Leben. Sonst reden wir nur über Anglizismen, jetzt könnte man auch einfach mal sehen, wie viel an unserem Alltag geprägt ist von jüdischer Sprache. Wir schmusen, wir schäkern, manchmal sind wir auch beschickert.

Das alles geht mir durch den Kopf, wenn ich an das jüdische Leben denke, dann sehe ich nämlich, dass unser Leben beeinflusst ist vom jüdischen Leben, welches von 33 bis 45 ausgelöscht werden sollte. Das körperliche Leben der Menschen, aber auch das geistige Leben, welches Erbe all der Menschen ist. Deswegen ist es so wichtig, dass wir immer wieder uns darauf besinnen und alle Quellen anzapfen, die das jüdische Leben und das Leben von uns Deutschen ausmacht und prägt.

Das Themenjahr beginnt im jüdischen Kalender kurz nach Rosch Haschana, also dem jüdischen Jahr 5781. Ich wünsche also allen jüdischen Freundinnen und Freunden ein gesundes neues Jahr. Shanah tovah!

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

ich habe darauf hingewiesen, dass wir den dunklen Teil von 33 bis 45 nicht auslassen. Das will ich aber nicht zum zentralen Punkt machen, weil ich einfach davon ausgehe, dass wir das ganze Jahr über die Verantwortung haben, diesen Teil unserer Verantwortung nicht aus dem Blick zu verlieren.

Wir wollen, dass das Gedenken einen festen Platz in der Erinnerungskultur behält. Und wir wollen nicht, dass eine 180°-Wende gemacht wird. Deswegen wollen wir uns jetzt dem jüdischen Leben, der ganzen Facette des jüdischen Lebens zuwenden. Jüdische Lebensfreude gehört dazu, ich werde es noch einmal erwähnen: allein 3 Festivals in Thüringen, welche sich mittlerweile dem Thema widmen. Nicht ganz banal, als so kleines Bundesland, was 3 lebendige Festivals dazu hat.

Wir haben 900 Jahre Siedlungsgeschichte in Thüringen, das ist 900 Jahre Leben, das ist 900 Jahre Entwicklungsgeschichte, das ist aber eben auch geprägt von Wissenschaft und Entwicklung.

Ich erwähnte 100 Jahre Vereinigte Staaten von Thüringen: Wenn ich auf die Verfassung schaue, Eduard Rosenthal, das ist der Staatsrechtler, der unsere Verfassung, die Wurzeln unserer Verfassung, geschrieben hat. Ohne Eduard Rosenthal – keine moderne Verfassung, auf die wir heute stolz sind. Emil Klein, Mediziner, lehrte er als Professor an der Universität Jena. Wilhelm Peters, Professor für Psychologie, der sich aktiv der Rassenpropaganda entgegenstellte. Innovatoren der Wirtschaft: Oscar Tietz, ich als Kaufmann weiß, Tietz ist verbunden mit dem Namen Hermann Tietz, Hertie, Oscar Tietz hat sein erstes Kaufhaus in Gera gehabt. Er hat modernen Einzelhandel erst ermöglicht. Die Moses und Löb Simson, jeder heute weiß, was Simson Schwalbe ist. Aber ohne Moses und Löb Simson – keine Simson Schwalbe. Die Erfurter wissen, wenn ich vom Gartenbauunternehmer Ernst Benary rede - ohne Ernst Benary kein entscheidender Beitrag zu dem, wie sich unsere Gartenstadt heute entwickelt hat. Oder kleine mittelständische Unternehmer, wie Bernd Prager aus Apolda, Harry Herrmannaus Nordhausen, Max Bernstein aus Ellrich und bedeutende Stifter und Mäzenen, der Schuhfabrikant Alfred Hess, seine Sammlung der expressionistischen Kunst war etwas Einmaliges. Felix Auerbach, ab 1889 Professor für theoretische Physik an der Universität Jena, Mäzen der Jenaer und der Weimarer Kunstszene in der Weimarer Republik, des Jenaer Kunstvereins und des Bauhauses. 1925 baute Walter Gropius für ihn in Jena eine Bauhaus-Villa: das Haus Auerbach. Der Wohlstand vieler Thüringer Städte, insbesondere zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts, wäre ohne das Mitwirken der ansässigen jüdischen Kaufleute, Fabrikanten, Wissenschaftler und Künstler undenkbar.

Deswegen: Schauen Sie einfach mal in Ihre Stadt und prüfen Sie die Wurzeln, woher die schönen Gebäude sind und was wir für ein reiches Erbe haben. Das alles gehört für mich zusammen zu 900 Jahre Jüdisches Leben in Thüringen und deswegen freue ich mich. Wir sahen gerade das neue Entstehen der Tora und ich freue mich, dass die beiden Kirchen gemeinsam diese Tora und den Auftrag, sie zu schreiben vergeben haben und dass so unsere Kirchengemeinden und unsere jüdische Gemeinde dabei Pate ist, wie die neue Torarolle entsteht. Ich darf erwähnen, dass die alte Torarolle gerettet wurde, als die Synagoge zerstört wurde und von den Nazis das jüdische Leben ausgelöscht werden sollte, indem Sie in den Dom gerettet wurde, in dem sie dann untergebracht wurde. Dass jetzt beide Kirchen sagen: Wir schenken unserer jüdischen Gemeinde eine neue Tora und das ist etwas Einmaliges.

Was wird bleiben?

Ich will es nur kurz erwähnen: Zum Beispiel die wiederentstehende große Synagoge von Erfurt, sie wird als visuelle Form entstehen, sodass man sie auf seinem Handy in Zukunft sehen kann. Wenn man durch die Stadt geht und die entsprechende App herunterlädt. Wenn man dann durchschaut und sagt, unsere 3 Festivals werden uns das ganze Jahr über begleiten, dass wir einfach stolz darauf sind, dass wir die jüdisch-israelischen Kulturtage schon 28 Jahre haben, den Yiddish Summer seit fast 20 Jahren, ACHAVA jetzt im 6. Jahr. Das ist ein gelebter Hinweis dafür, wie viel jüdisch-israelische, moderne und alte Kultur zusammengehört, die wir zeigen können.

In diesem Sinne sage ich: Das ist alles töfte! Um es mal so auszudrücken, und ich sage, ich erkläre das Themenjahr „900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen“ für eröffnet!

Der Festakt zur Eröffnung des jüdischen Themenjahres wurde aufgezeichnet und ist in voller Länge in der ARD-Mediathek zu sehen.

Zur Mediathek

Ministerpräsident Bodo Ramelow während der Rede im Kaisersaal
Gäste im Kaisersaal
Dr. Schuster und Bodo Ramelow im Publikum, klatschend
Gast mit Kippa während Festakt
Musiker auf der Bühne während des Festakts

Viele weitere Aufnahmen von der Veranstaltung finden Sie in unserem Album auf Flickr.

Zum Album auf Flickr

Grußwort

Wir laden Sie ein, jüdisches Leben heute und dessen jahrhundertealte Traditionen mit herausragenden Beiträgen aus Wissenschaft und Kultur, Wirtschaft und Geistesgeschichte zu erfahren und – vielleicht neu – zu entdecken. Natürlich darf und wird dieses Themenjahr die gewaltgeprägte Dimension des christlich-jüdischen Zusammenlebens nicht ausblenden: die Ausgrenzung jüdischer Bürgerinnen und Bürger, die zahlreichen Pogrome, schließlich die »Menschheitsdunkelheit« Schoa. Aber das Themenjahr will unseren Blick auch weiten und auf die wunderbare Bereicherung zeigen, die jüdisches Leben mitten unter uns bedeutet – gestern, heute und in der Zukunft.

Die Idee des Themenjahres geht auf eine gemeinsame Initiative der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen und der beiden großen christlichen Kirchen zurück. Dafür gebührt ihnen ebenso großer Dank und uneingeschränkte Anerkennung wie den rund 40 privaten Organisationen und staatlichen Einrichtungen, die sich mit viel Kreativität und den unterschiedlichsten Veranstaltungsformaten für das Gelingen dieser Idee einsetzen.

Nur durch dieses bemerkenswerte Engagement ist es möglich, ein so facettenreiches Programm anbieten zu können. Allein vorurteilsfreies Wissen übereinander kann Ressentiments gegeneinander überwinden helfen und zu einem fruchtbaren Miteinander führen. In allen Regionen Thüringens, in den Städten ebenso wie in den Gemeinden im ländlichen Raum, wird das Themenjahr begangen. Allen Veranstaltungen wünschen wir ein großes Publikum, das mit Neugier und Offenheit das jüdische Leben verstehen, schätzen und kennen lernt.

Ein Porträt von Ministerpräsident Bodo Ramelow der freundlich in die Kamera lächelt

Ministerpräsident

Bodo Ramelow 

Zur Webseite des Ministerpräsidenten

Ein Porträt vom Chef der Thüringer Staatskanzlei Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff

Beauftragter für jüdisches Leben in Thüringen und
die Bekämpfung des Antisemitismus

Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff

Zur Webseite des Beauftragten

Bildergalerie

Raumaufnahme in der Alten Synagoge in Erfurt

Raumaufnahme in der Alten Synagoge in Erfurt

Goldene Becher aus dem Erfurter Schatz

Goldene Becher aus dem Erfurter Schatz

Eingang zur mittelalterlichen Mikwe in Erfurt

Eingang zur mittelalterlichen Mikwe in Erfurt

Reste der mittelalterlichen Mikwe in Erfurt

Reste der mittelalterlichen Mikwe in Erfurt

Raumaufnahme in der Alten Synagoge Erfurt

Raumaufnahme in der Alten Synagoge Erfurt

Bewerbung Jüdisch-mittelalterliches Erbe

2021 reicht Thüringen den von der Stadt Erfurt vorbereiteten Antrag zum jüdisch-mittelalterlichen Erbe als Bewerbung um ein weiteres Weltkulturerbe bei der UNESCO ein. Nominiert sind die Alte Synagoge, die Mikwe sowie das Steinerne Haus. Diese Bauwerke sind seltene Zeugnisse eines christlich-jüdischen Zusammenlebens im Mittelalter, das mit Pogromen und Vertreibungen zu einem abrupten Ende gekommen ist.

Zur Webseite der Bewerbung

Lichterfest Chanukka

Veranstaltungsberichte

„Wir stehen zusammen, um denen zu gedenken, die geprügelt und umgebracht wurden."

"Wir erinnern uns aber auch an die, die geprügelt haben. Die, die weggeschaut haben. Die nichts damit zu tun haben wollten. Am 10. Mai 1933, als in Deutschland die Bücher brannten und man wusste, da passiert etwas Ungeheuerliches. Da ist die Tür geöffnet worden, für eine völlig entmenschlichte…

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Bodo Ramelow und weitere Personen bei der Kranzniederlegung

Den Menschen ein würdiges Andenken geben

„Heute ist ein besonderer Tag, an dem wir uns unserer Verantwortung stellen. Ein Tag, an dem wir deutlich machen, dass wir den Menschen, die hier an dieser Stelle verscharrt wurden, ein würdiges Andenken geben. Wir sind es ihnen schuldig. Und wir sind es uns schuldig. Als Deutsche, als Europäer, als…

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Ministerpräsident, Landtagspräsidentin und Gäste beim Gedenken auf dem Friedhof

„Das ist alles töfte!“

„Wir dürfen die Schrecken des Holocaust nicht vergessen. Aber wir müssen auch den Reichtum des jüdischen Lebens im heutigen Alltag bedenken. So entstand die Idee des Themenjahres. Wir wollen uns allen Facetten des jüdischen Lebens zuwenden“, so Ministerpräsident Bodo Ramelow in seinem Grußwort zur…

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Ministerpräsident Bodo Ramelow während der Rede im Kaisersaal

„Diese Ausstellung zeigt berührende Bilder und großartige Porträts“

Dies betonte Kulturminister Benjamin-Immanuel Hoff am Mittwochabend zur Ausstellungseröffnung „Abraham war Optimist“ der Fotografin Manuela Koska. Die Schau in der Erfurter Reglerkirche zeigt mehr als zwei Dutzend Impressionen aus dem Leben des Mecklenburger Rabbiners William Wolff.

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Minister Hoff schaut die Kunstwerke an den Kirchenwänden an

Auftakt des Themenjahres „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen“

„Wir wollen die Lebendigkeit unserer jüdischen Landsgemeinde zeigen und die Vielfalt jüdischen Lebens in Thüringen präsentieren. Wir wollen die Menschen neugierig machen und einladen, sich über das jüdische Erbe und Leben im Freistaat zu informieren – auch als Beitrag gegen Rassismus und…

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Bodo Ramelow und eine weitere Person im Gespräch, zwischen ihnen ein siebenarmiger Leuchter

„Bleibt neugierig!“

So Bodo Ramelow in seinem Grußwort beim ACHAVA Schülerforum 2020 – "WIR SIND HIER!" zu 75 Jahre Befreiung der Konzentrationslager Auschwitz und Buchenwald.

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Bodo Ramelow schaut den Musikanten auf der Bühne zu

„Der Petersberg ist einer meiner Lieblingsplätze in Erfurt.“

Bodo Ramelow im Gespräch mit dem aus Israel stammenden Künstler Nihad Dabeet, als er ihn heute Morgen bei der Errichtung des „Paradiesbaum“ besuchte.Der Baum ist Bestandteil der Achava Festspiele Thüringen und wird bis 20. September errichtet, dann soll er eingeweiht werden, als Zeichen für…

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Bodo Ramelow und Nihad Dabeet am Paradiesbaum

„Die Berichte der Überlebenden von Buchenwald mahnen uns zur Solidarität und Wachsamkeit!“

Dieses Fazit zog Ministerpräsident Bodo Ramelow zum Abschluss des „Gang nach Buchenwald“ anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Buchenwald am 13. September 2020.

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Bodo Ramelow und zwei weitere Personen während eines Videoanruf mit einer Überlebenden

„Wer nur nach vorne schaut, aber das hinter uns nicht sieht, ...

... einen Schlussstrich unter die Aufarbeitung unserer Geschichte ziehen will, läuft Gefahr zur manipulierbaren Masse zu werden. Es erschreckt mich, dass Antisemitismus immer offener gezeigt wird, auch in den Demonstrationen gegen die Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie.“

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Bodo Ramelow und weitere Personen in der Georgenkirche vor einem TV

„Ich freue mich außerordentlich, Sie heute zu einem Festival begrüßen zu können!“

So Ministerpräsident Bodo Ramelow unter Applaus gestern Abend anlässlich des Eröffnungskonzerts der ACHAVA-Festspiele. „Das Coronavirus darf unsere Kultur nicht kaputtmachen“, so der Ministerpräsident weiter.

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Bodo Ramelow, Aaron Sagui und Martin Kranz auf der Bühne

Auftaktsitzung des Kuratoriums "Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen"

Die Mitglieder des Kuratoriums "Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen" wurden heute zu ihrer konstituierenden Sitzung in der Thüringer Staatskanzlei von Ministerpräsident Bodo Ramelow begrüßt.

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Die Teilnehmer während der Sitzung vor einer Leinwand

„Das jüdische Leben ist selbstverständlicher Teil von Thüringen und unterstreicht unsere Vielfalt."

Jüdische Patienten der Waldkliniken Eisenberg haben ab Oktober die Möglichkeit, einen eigenen Gebetsraum zu nutzen. Darüber haben am Dienstag Ministerpräsident Bodo Ramelow, Vertreter der jüdischen Gemeinde und des Krankenhauses in einer gemeinsamen Pressekonferenz informiert.

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#WeRemember

„Wir alle haben die Pflicht, uns zu erinnern. Wir dürfen niemals zulassen, dass Hass und Wahnsinn wieder Wurzeln schlagen.“, Professor Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, Minister für Kultur- und Bundesangelegenheiten und Antisemitismusbeauftragter der Thüringer Landesregierung.

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Minister Hoff mit der Botschaft #WeRemember in der Hand

Jede Form von Religion ist schützenswert

Mit dem traditionellen Chanukka-Ball hat die Jüdische Landesgemeinde Thüringen am Abend des 22. Dezember 2019 ihr Lichterfest Chanukka begonnen. An der Veranstaltung im Erfurter Kaisersaal nahmen VertreterInnen aus Politik und Gesellschaft teil, darunter Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow.

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Bodo Ramelow hinter dem Rednerpult

„Lassen Sie uns das ‘Nie wieder‘ leben, lassen Sie uns wachsam sein!"

„Lassen Sie uns das ‘Nie wieder‘ leben, lassen Sie uns wachsam sein durch das Erinnern, durch das Setzen der Stolpersteine. Dass sich jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger heute wieder unsicher fühlen, ist eine Schande für unsere Gesellschaft“, erklärte die Staatssekretärin für Kultur und Europa Dr.…

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Sechs neu verlegte Stolpersteine in Themar mit einer weißen Rose

Medieninformationen

  • Prof. Dr. Jens-Christian Wagner ist neuer Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora


    115/2020
    Erstellt von Thüringer Staatskanzlei

    Prof. Dr. Jens-Christian Wagner hat zum 1. Oktober 2020 die Nachfolge von Prof. Volkhard Knigge als Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora angetreten. Gleichzeitig übernimmt er damit die Professur für Geschichte in Medien und Öffentlichkeit an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Bei der heutigen Medienkonferenz mit Prof. Dr. Wagner und dem Vorsitzenden des Stiftungsrates, Kulturminister Prof. Dr. Benjamin-Immanuel Hoff, wurde der neue Stiftungsdirektor in der Thüringer Staatskanzlei offiziell vorgestellt.   zur Detailseite

  • Termininformation:Minister Hoff bei Ausstellungseröffnung „Abraham war Optimist“ in der Reglerkirche in Erfurt


    110/2020
    Erstellt von Thüringer Staatskanzlei

    Die Bildreportage über jüdische Identität und jüdisches Leben im heutigen Deutschland der Künstlerin und Publizistin Manuela Koska bildet den Auftakt zu einer Ausstellung in der Reglerkirche in Erfurt. Im Mittelpunkt der Dokumentation steht der langjährige Landesrabbiner von Mecklenburg-Vorpommern, William Wolff, dessen Briefe und Texte die Bildreportage begleiten.   zur Detailseite

  • Eröffnung des Themenjahres „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen“


    106/2020
    Erstellt von Thüringer Staatskanzlei

    900 Jahre jüdisches Leben in Thüringen. Seit Jahrhunderten ist die jüdische Gemeinde mit ihrer vielfältigen Kultur, ihren Traditionen und ihrem Brauchtum fest in Thüringen verankert. Auch wenn dies nicht an einem „Jubiläum“ festgemacht werden kann, feiert der Freistaat dieses Miteinander in einem Themenjahr „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen“. Das facettenreiche Programm enthält Veranstaltungen, Kooperationen und Ausstellungen in allen Regionen Thüringens, in den Städten ebenso wie in den Gemeinden im ländlichen Raum.   zur Detailseite

  • Einladung zur Pressekonferenz – Eröffnung des Themenjahres „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen“


    103/2020
    Erstellt von Thüringer Staatskanzlei

    Sehr geehrte Damen und Herren,liebe Kolleginnen und Kollegen,die Eröffnung des Themenjahres 2020/2021 "Neun Jahrhunderte jüdisches Leben in Thüringen" im Oktober dieses Jahres steht kurz bevor. Zahlreiche Programmpunkte und der feierliche Festakt mit Konzert am 1. Oktober weisen auf die jüdische Geschichte, das jüdische kulturelle Erbe und das heutige jüdische Leben im Freistaat Thüringen hin.Anlässlich des Starts des Themenjahres laden wir Sie und Ihre Fotografen herzlich zu einer Pressekonferenz ein.Termin: Donnerstag, 24. September 2020, 10 UhrOrt: Kleine Synagoge Erfurt, An der Stadtmünze 4, 99084 Erfurt   zur Detailseite

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