Thüringer Rose 2018

Die Preisträgerinnen und Preisträger der Thüringer Rose 2018
Die Preisträgerinnen und Preisträger der Thüringer Rose 2018

Am 19. November wurde erneut die Thüringer Rose durch Ministerin Heike Werner auf der Wartburg verliehen. Mit dieser Medaille werden jährlich Menschen geehrt, die sich in überdurchschnittlicher Weise bei ehrenamtlicher und karitativer Arbeit sozial engagieren.

Sozialministerin Heike Werner sagte: „Die „Thüringer Rose“ ist eine Auszeichnung dafür, sich in uneigennütziger und besonders engagierter Weise für andere Menschen einzusetzen. Auch die Biographien und die jeweilige Art des Engagements der diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger macht dabei wieder eine große Vielfalt deutlich. Die Auszeichnung erinnert an Elisabeth von Thüringen, die als Heilige Elisabeth bekannt ist. Ihre aufopferungsvolle Hinwendung zu den Armen und Kranken verdient auch heute noch größten Respekt – und das durchaus über konfessionelle, religiöse und weltanschauliche Grenzen hinweg. Elisabeths Handeln lässt sich in diesem Sinne durchaus als zutiefst humanistisches Handeln verstehen. Es motiviert uns noch heute, uns ebenfalls für hilfebedürftige Mitmenschen und damit für den gesellschaftlichen Zusammenhalt einzusetzen.“

In diesem Jahr hat die Jury aus zahlreichen Vorschlägen folgende Thüringerinnen und Thüringer für die Auszeichnung ausgewählt:

Jens Elschner (Weimar) setzt sich als selbst Betroffener seit 1984 in unterschiedlichen Funktionen für behinderte Mitmenschen ein, vor allem für Hörgeschädigte. Er ist hierbei auf kommunaler und Landeseben in zahlreichen Gremien tätig, berät Menschen mit Behinderungen, sammelt Spenden und Sponsorengelder und ist mit dem „Hör-Mobil“ in ganz Thüringen unterwegs, um Hörtests und die Beratung zu Hörgeräten anzubieten. Dass niemand ausgegrenzt wird, ist ihm ein Bedürfnis.

Christel Frank (Gotha) ist seit Jahren an verschiedenen Stellen für Kinder, Erwachsene und gesundheitlich beeinträchtigte Menschen da. Sie unterstützt mehrere Schulen und Schulhorte mit Spiel- und Sportideen. Im Technik- und Geschichtsmuseum Gotha sichert sie Öffnungszeiten und Betreuungsstunden ab. Darüber hinaus hilft sie Angehörigen, Freunden, früheren Kolleginnen und Kollegen, Nachbarn und Bekannten. Sie erledigt Wege, kauft ein, macht Krankenbesuche, erbringt Leistungen in der Pflege.

Ivonne Fromman (Ruhla) ist an einer Reihe sozialer Projekte aktiv beteiligt. Kern ist das NetzWerkWir. Das ehrenamtlich betriebene „Lädchen – Gutes aus zweiter Hand“, dessen Eröffnung sie unterstützt hat, hilft mit seinen Waren aus Sachspenden vor allem Menschen mit geringem Einkommen. Die Erlöse kommen der Tafel zugute. Auch diese wird von ihr direkt unterstützt. Sie ist Vorsitzende des Gemeindekirchenrats und organisiert maßgeblich den „Lebendigen Adventskalender“ und die Seniorenweihnacht.

Karin Gersdorf (Neundorf) widmet sich seit Jahren der Integration benachteiligter Menschen in die Gesellschaft. In den 1990er Jahren begann sie, spätausgesiedelte Familien zu begleiten und zu unterstützen. Seit 2015 engagiert sie sich in der Hilfe für geflüchtete Menschen. Sie kümmert sich erfolgreich um Familienzusammenführungen, das Organisieren von Wohnungen und Möbeln und die Suche nach Ausbildungs- und Arbeitsplätzen. Ein weiterer Schwerpunkt ihres Wirkens ist die Förderung und Unterstützung von Menschen mit Behinderungen.

Roswitha Leischner (Sömmerda) ist für mehrere afghanische Familien Patin. Sie begleitet die Menschen auf Ämter und Jobcenter, bei der Wohnungssuche, Behördengängen, zu Kindergärten, Schulen und Ärzten. Besonders die Integration geflüchteter Frauen liegt ihr am Herzen. Sie unterrichtet sie in der deutschen Sprache und hat einen Deutschkurs mit Kinderbetreuung organisiert. Sie bietet Veranstaltungen zur gemeinsamen Verständigung und zum interkulturellen Verstehen an und unterstützt den Weltladen.

Hans-Georg Mächold (Weimar), der selbst Erfahrungen mit Arbeitslosigkeit und ihren Folgen sammeln musste, engagiert sich dafür, arbeitslosen Menschen eine Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen. Seit Jahren arbeitet er beim Thüringer Arbeitslosenverband mit und vertritt ihn am Runden Tisch der Sozialen Verantwortung und beim Arbeitslosenparlament. Besonderes Augenmerk widmet er der Langzeitarbeitslosigkeit. Er setzt sich für öffentlich geförderte, gemeinwohlorientierte Arbeit ein und gewinnt Sponsoren.

Elke Pudszuhn (Zella-Mehlis) gehört zu den Gründern des Thüringer Verbandes der Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten. Sie hilft Betroffenen, mit ihren traumatischen Erinnerungen und gesundheitlichen Schäden umzugehen. Umfangreiche soziale Betreuung leistet sie bei noch lebenden Widerstandskämpfern, Verfolgten des Naziregimes sowie Hinterbliebenen. Sie hat die Schicksale einstmals Verfolgter rekonstruiert und veröffentlicht, führt Besuchergruppen, vor allem junge Menschen, durch das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald.

Monike Schwark (Erfurt, Ortsteil Tiefthal) engagiert sich schon seit den 1980er Jahren in der Caritasarbeit der katholischen Kirche. Sie besucht alte und kranke Menschen, hilft bei Einkäufen und Behördengängen. Inzwischen hat sie die Leitung der bis zu 30 Personen starken Gruppe der Caritashelferinnen übernommen. Mehrere Jahre hat sie im Caritasrat des Bistums Erfurt die Ehrenamtlichen vertreten, über 20 Jahre war sie zudem ehrenamtlich in der ökumenischen Telefonseelsorge tätig.

Regina Urbatschek (Ilmenau) leistet langjährig im Ilmenauer Tierheim und im Tierschutzvereins Ilmenau e.V. ehrenamtliche Arbeit. Es gelingt ihr immer wieder, auch andere Menschen zu ehrenamtlicher Mitarbeit zu motivieren, Spenden einzuwerben und den Tierschutz in der Region voranzubringen. Über den Tierheimverein erhalten langzeitarbeitslose Menschen die Möglichkeit, einen Platz im Arbeitsleben und damit in der Gesellschaft zu finden. Er unterstützt zudem Familien mit geringem Einkommen mit Tierfutter.

Eberhardt Vater (Mühlhausen) hat sich als Pfarrer in der DDR für Antragsteller auf Ausreise eingesetzt sowie für Künstlerinnen und Künstler, denen Auftritte verwehrt wurden. Er war Ausländerbeauftragter der Kirchenprovinz Sachsen in Magdeburg. In Mühlhausen und dem Umland hat er die Interkulturelle Woche gestartet. Er gehört zu den Gründern eines Netzwerks für Demokratie und Toleranz, gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus. Mit dem Arbeitskreis Asyl setzt er sich für geflüchtete Menschen ein und ist ständiger Mahner für Menschenwürde und Menschenrechte.

Barbara Vogel (Geisa) widmet sich seit Jahren der ehrenamtlichen ambulanten Hospizarbeit. Sie besuchte und begleitete schwer kranke und sterbende Menschen. Mit dem Fortschreiten ihrer eigenen schweren Erkrankung war sie auf den Rollstuhl angewiesen, doch ihr Engagement blieb ungebrochen. Sie wurde als Vertreterin der Hospizarbeit in den Vorstand des Sozialwerks des Demokratischen Frauenbundes in Thüringen gewählt und übernahm ehrenamtliche Leitungsaufgaben im Trägerverein, zu dem ein Mehrgenerationenhaus und zahlreiche Projekte gehören.

Fahrerin und Fahrer des „Werthermobils“ (Werther): Erstmals wird ein Projekt ausgezeichnet, die Fahrerin und die Fahrer des „Werthermobils“ (Herr Fischer, Herr Köcher, Herr Küster, Frau Noack, Herr Schmücking, Herr Schrödter, Herr Wilhelm, Herr Wnendt). Das „Werthermobil“ ist ein Elektromobil, das für soziale Fahrten eingesetzt wird. Menschen, die mobilitätseingeschränkt sind können es für Fahrten mit ehrenamtlichen Fahrern und der Fahrerin in Werther mit seinen acht Ortsteilen und in der Stadt Nordhausen von Montag bis Freitag, 8.00 bis 18.00 Uhr, nutzen. Die Fahrerin und die Fahrer sind auch Gesprächspartner und Helfer.

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